Ökumenisches Heiligenlexikon

Maria - Dolores -Sieben Schmerzen Mariens

Gedenktag katholisch: 15. September
     geb. Gedenktag
     Fest in der Slowakei
     Hochfest im Servitenorden
Name bedeutet: D: die Schmerzensreiche (latein.)

Biographie: => Maria

Das Marienfest Dolores, das Fest zum Gedächtnis der Sieben Schmerzen Mariens (mater dolorosa ist die schmerzensreiche Mutter), war in Köln schon 1423 bekannt, vom 15. Jahrhundert an stellte die Kunst die volkstümliche Mater dolorosa mit den Schwertern in der Brust dar. Von Papst Pius VII. wurde das Fest 1814 zum Dank für seine geglückte Heimkehr aus der fünfjähigen, durch die Franzosen verhängten Gefangenschaft für die ganze Kirche verfügt.

Die Sieben Schmerzen Mariens sind der Gegenpol zu den Sieben Freuden. Im einzelnen sind damit folgende schmerzhafte Erfahrungen im Leben von Maria gemeint:

• Die Weissagung Simeons, bei der Darstellung Jesu im Tempel, Jesus werde viel widersprochen, aber auch seiner Mutter werde ein Schwert durch die Seele dringen (Lukas­evangelium 2, 35).
• Die Flucht vor dem Kindermörder Herodes nach Ägypten (Matthäus­evangelium 2, 13 - 15).
• Das Verlieren des zwölfjährigen Jesus im Tempel in Jerusalem und die drei Tage dauernde Suche nach ihm (Lukas­evangelium 2, 42 - 48).
• Die Begegnung mit ihrem Sohn auf dessen Weg zum Kreuz, dargestellt in der 4. Station der Kreuzwegandacht (vgl. Lukas­evangelium 23, 27).
• Das Ausharren unter dem Kreuz Jesu (Johannes­evangelium 19, 25 - 27).
• Die Kreuzesabnahme Jesu, bedacht in der 13. Station der Kreuzwegandacht, in der Kunst dargestellt als Pieta.
• Die Grablegung Jesu, erinnert in der 14. Station der Kreuzwegandacht.





Quellen:

• http://www.wga.hu/html/m/michelan/1sculptu/pieta/index.html



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