Ökumenisches Heiligenlexikon

Theopompus (Theopemptus, Theopontus)

Gedenktag katholisch: 3. Januar
     in Radolfzell: 3. Sonntag im Juli
Gedenktag orthodox: 3. Januar
Gedenktag armenisch: 27. Dezember
                                               19. Januar
     liturgische Feier am Dienstag nach dem 4. Adventssonntag
Name bedeutet: Gott ist prächtig (griech. - latein.)
Bischof von Nikomedia, Märtyrer
† um 285 in Nikomedia in Bithynien, heute Ízmit in der Türkei
Kartenskizze

Von Theopompus berichtet die Legende, er sollte vom Zauberer Theonas auf Befehl von Kaiser Diokletian dem Christentum entsagen oder aber mit vergifteten Speisen getötet werden. Theopompus blieb standhaft, das Gift konnte ihm nichts anhaben; Theonas ließ sich daraufhin taufen und erhielt als Christ den Namen Synesius. Nach zahlreichen vergeblichen Torturen wurde Theopompus enthauptet, Synesius lebendig begraben.

Nach einem Zeugnis um das Jahr 930 erhielt Bischof Radulph von Verona Reliquien von Theopompus und Synesius, die er teilweise er in seinem Kloster Radolfzell am Bodensee beisetzen ließ. Die Köpfe der beiden wurden auch in Treviso verehrt und 911 in die Benediktinerabtei in Nonàntola übertragen. In Radolfzell werden die beiden zusammen mit Zeno, von dem Radolfzell ebenfalls eine Kopfreliquie hat, als Hausherren verehrt; das wird seit 1725 bzw. 1806 jeweils am 3. Sonntag im Juli gefeiert.

Patron von Radolfzell

Das Hausherrenlied von Radolfzell





Quellen:
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000
• http://www.muenster-ulf-radolfzell.de/Unsere_Kirchen/Munster_ULF/munster_ulf.html


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