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Ökumenisches Heiligenlexikon

Burkhard von Halberstadt

auch: Burchard

Gedenktag katholisch: 5. April

Name bedeutet: der wie eine Burg Starke (althochdt.)

Bischof von Halberstadt
* um 1000 in Nabburg in der Oberpfalz in Bayern
18. Oktober 1059 in Halberstadt in Sachsen-Anhalt


Burkhard war ein Sohn des Markgrafen Heinrich von Schweinfurt und der Gerberga von Henneberg. Er wurde an der Klosterschule St. Emmeran in Regensburg erzogen und hatte dann weltliche Ämter inne; 1032 wurde er von Kaiser Konrad II. zu seinem Kanzler berufen. 1036 ernannte der Kaiser ihn zum Bischof von Halberstadt. Burkhard ordnete die Verwaltung des Bistums neu und teilte es in weitgehend selbständige Archidiakonate ein. Zudem erntfaltete er rege Bautätigkeit: eine Bischofsresidenz, Wohnhäuser für die Domherren, eine Kapelle auf den Höhen des Huy, aus der 1080 das Kloster Huysburg entstand, dazu ein Kloster in der Stadt, das später seinen Namen erhielt.

Burkhard begleitete Kaiser Konrad auf dessen Italienzug 1038/1039, auch dessen Sohn und Nachfolger Heinrich III. unterstützte er. Burkhard war an der Gründung des Klosters Goseck bei Naumburg beteiligt und er bemühte sich, die nach der Gründung des Erzbistums Magdeburg 967 entstandenen Konflikte zu bereinigen.

Burchardikirche in Halberstadt
Burchardikirche in Halberstadt

Burkard wurde im Dom in Halberstadt bestattet. Nach einem Brand des Domes wurden die Gebeine 1060 in die Kirche des nach Burkhard benannten Klosters überführt; dieses wurde 1810 aufgehoben, die Gebeine und sein barockes Grabdenkmal kamen nun in die Franziskanerkirche St. Andreas, wo sie bis heute liegen. 1984 wurde eine Reliquie in die Pfarrkirche seines Heimatortes Nabburg gebracht.

Kanonisation: Burkard wurde nie offiziell heiliggesprochen, aber vom Volk bald schon als Heiliger verehrt und in zahlreichen Dokumenten als Heiliger bezeichnet, u. a. auch 1253 von Papst Innozenz IV. Die Acta Sanctorum bezeichnen ihn als Seligen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 05.08.2018

Quellen:

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.