Ökumenisches Heiligenlexikon

Callistratus und Gefährten

griechischer Name: Καλλιστρατος

1 Gedenktag katholisch: 26. September

5 Gedenktag orthodox: 27. September

1 Gedenktag armenisch: 27. September

Name bedeutet: vom schönen Heer (griech.)

Märtyrer
* in Chalkedon, heute der Stadtteil Kadıköy in Ístanbul in der Türkei oder in Karthago, heute ein Vorort von Tunis in Tunesien
304 in Konstantinopel, heute Ístanbul in der Türkei


griechische Ikone
griechische Ikone

Callistratus war, so die Überlieferung, ein Sohn christlicher Eltern; Neochorus, einer seiner Vorfahren, hatte demnach zur Zeit von Kaiser Tiberius in Palästina unter dem Kommando von Pontius Pilatus als Soldat gedient, war damals bei der Kreuzigung Jesu dabei und wurde dann zum Christenglauben bekehrt. Auch Callistratus wurde Soldat und ein eifriger Verbreiter seines Glaubens, deshalb wurde in der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian angeklagt und, weil er standhaft blieb, grausam gefoltert, schließlich in einem Ledersack ins Meer geworfen. Wundersamer Weise konnte er aber unversehrt aus dem Wasser steigen. Das machte solchen Eindruck, dass sich 49 Soldaten sogleich zum Glauben bekehrten; deshalb wurden sie allerlei Misshandlungen ausgesetzt. Sie waren noch nicht getauft; als sie mit gefesselten Händen und Füßen in ein tiefes Becken geworfen wurden, beteten sie, dass dieses Wasser in ihr Taufwasser verwandelt würde. Schließlich wurden Callistratus und seine Gefährten im Gefängnis in Stücke gehackt und enthauptet.

Die orthodoxe Überlieferung nennt vier der 49 Gefährten mit Namen, nämlich Gymnasios, Dalmatius, Heliodoros und Domentianos.

Nach der KalenderreformNach Abschluss und im Auftrag des => 2. Vatikanischen Konzils wurde im Jahr 1969 eine Liturgiereform in der römisch-katholischen Kirche durchgeführt; in diesem Rahmen wurden auch Änderungen im Römischen Generalkalender vorgenommen; der erneuerte wurde mit dem 1. Januar 1970 in Kraft gesetzt. sind Callistratus und seine Gefährten nicht mehr im Martyrologium Romanum enthalten.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 08.12.2023

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858
• http://www.katolsk.no/biografier/historisk/kallikonst - abgerufen am 17.08.2023
• https://www.johnsanidopoulos.com/2013/09/saint-kallistratos-and-49-martyrs-with.html - abgerufen am 17.08.2023

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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