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Ökumenisches Heiligenlexikon

Eirene

auch: Irene

Gedenktag orthodox: 7. August, 9. August

Name bedeutet: die Friedliche (griech.)

Kaiserin von Byzanz
* 752 (?) in Athen in Griechenland
† 9. August 803 auf Lesbos/Lesvos in Griechenland


Russische Ikone
Russische Ikone

Prinzessin Eirene heiratete 769 den Kaiser von Byzanz, Leo IV. Chazaras, und wurde gleichzeitig zur Kaiserin gekrönt. Nach Leos frühem Tod 780 wurde sie für zehn Jahre Regentin für den unmündigen Thronfolger == Konstantin VI. Erfolgreich bestand sie 782 einen Kampf gegen die Araber und 783 einen Slawenfeldzug. 784 erhob sie ihren Sekretär Tarasios zum Patriarchen, um mit ihm die ikonenfeindliche Politik fortzuführen. Sie wurde aber aus politischen Gründen zu Kompromissen gezwungen, ihre nun vermittelnde Position fand sich in den bilderfreundlichen Beschlüssen des 2. Konzils von Nicaea von 787, das auch das Problem der Simonie thematisierte. Auch wegen Eirenes Selbstverständnis als eigenständige Kaiserin - und nicht nur Regentin - vollzog sich unter ihrer Herrschaft der endgültige Bruch zwischen Ost- und RomWestrom; 788 löste sie das Verlöbnis ihres Sohnes mit Rotrud, der Tochter von Karl dem Großen.

Ein erster Versuch, 790 ihre Alleinherrschaft zu zementieren, scheiterte und Eirene musste abdanken, kehrte aber 792 als Mitregentin zurück. Um drohende Konkurrenz abzuwehren, ließ sie die Brüder ihres verstorbenen Mannes blenden und ihnen die Zunge abschneiden. Nachdem die Truppen == Konstantin VI. zum Alleinherrscher ausgerufen hatten, ließ Eirene 797 auch ihren Sohn blenden und konnte wieder alleine regieren. In den Auseinandersetzungen um die Kaiserkrönung Karls im Jahr 800 versuchte sie noch einmal die Reichshälften zu einen, doch ihre Pläne scheiterten mit ihrem Sturz im Oktober 802, als ein geglückter Putsch sie mit der Verbannung auf die Insel Lesbos /Lesvos bestrafte.

Hauptquelle für das Leben und Wirken von Eirene ist die Chronographia von Theophanes „dem Bekenner”.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 12.11.2014

Quellen:
• Klaus-Gunther Wesseling. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. II, Hamm 1990

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.