Ökumenisches Heiligenlexikon

Elessa von Kythera

Gedenktag orthodox: 1. August

Name bedeutet: die Umherschweifende (griech.)

Glaubensbotin auf Kythera, Märtyerin
1. August 375 bei Livadi auf Kythira in Griechenland


Griechische Ikone vom Athos, 1956
Griechische Ikone vom Athos, 1956

Elessa kam der Überlieferung nach auf der Flucht vor ihren Eltern auf die Insel Kythira, dort wollte sie an der Stelle der heute ihr geweihten Kirche als Einsiedlerin leben. Ihr Vater Eladdios suchte seine verschwundene Tochter, mietete ein Schiff und fand sie - versunken in asketischen Übungen - auf dem Berggipfel im Süden der Insel. Nach einem langen Gespräch zwischen Elessa und ihrem Vater fesselte er seine Tochter an einen Baum und enthauptete sie.

An Elessas Grab, dem Zentralheiligtum von Kythira auf 433 m Höhe, wurden 1871 eine neue Kirche an der Stelle einer abgegangenen früheren Kirche errichtet und dazu Klosterzellen für die zahlreichen Pilger geschaffen. An der Südwand der Kirche gibt es eie zeitgenössisches Relief mit zwölf Szenen aus Elessas Leben und ihrem Martyrium, daneben die Markierung, wo der Baum stand, an dem ihr Vater sie umbrachte.

An dieser Wallfahrtsstätte geschehen bis zum heutigen Tag Heilungswunder. Nach alter Tradition, Dekapentismos, 15 Tage während, genannt, pilgern die Menschen vom 1. bis zum 15. August, dem Feiertag von Mariä Entschlafung, zu den drei Inselklöstern Panayia Myrtidia, Agia Elessa und Agia Moni und verbringen diese Tage in den Klosterzellen mit Fasten.

Elessa-Kloster auf Kythira
Elessa-Kloster auf Kythira

Patronin der Insel Kythira





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 03.05.2019

Quellen:
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XIV, Herzberg 1998
• https://visitkythera.com/de/in/agia-elessa/
• https://visitkythera.com/de/in/panayia-myrtidiotissa/
• http://www.imkythiron.gr/index.php/ekklisiastika-mnimeia/4655-perispoudasta-ekklisiastika-mnimeia-2

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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