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Ökumenisches Heiligenlexikon

Eliphius

französischer Name: Élophe, Éloffe, Éliphe, Alophe
auch: Eliphus

Gedenktag katholisch: 16. Oktober
in Groß St. Martin in Köln: 21. Juni

Name bedeutet: der Hirch / das Reh (griech.)

Diakon, Märtyrer
* in Lothringen in Frankreich
16. Oktober 362 in Soulosse-sous-Saint-Élophe bei Épinal in Frankreich


Amphitheater in Grand
Amphitheater in Grand

Eliphius war der Überlieferung zufolge ein Sohn von Baccius, dem Herrscher in Grand, und der Lientrude, der Bruder von Eucharius, Libaria und Susanna sowie Menna. In der Verfolgung der Christen unter Kaiser Julian Apostata wurde er demnach ergriffen und ins Gefängnis geworfen, in dem schon 33 Christen schmachteten. Um Mitternacht erschienen Engel, lösten den Gefangenen die Fesseln und öffneten die Tore des Kerkers, so dass sie entkommen konnten. Eliphius ging nach Grand bei Épinal, wo Kaiser Julian sein Hoflager hatte 1, und ermunterte die Christen zur Standhaftigkeit. In einem Götzentempel predigte er den versammelten Heiden das Evangelium, bekehrte 620 Männer mit ihren Familien und taufte sie. Deshalb wurde er ergriffen, vor den Kaiser geführt und von diesem zum Tod durch Enthauptung verurteilt.

Eliphius' Hochgrab, um 1580, in der Pfarrkirche in St-Élophe
Eliphius' Hochgrab, um 1580, in der Pfarrkirche in St-Élophe

Eliphius wurde an der Stelle der im 15. Jahrhundert im Ortsteil Soulosse-sous-Saint-Élophe erbauten Kapelle enthauptet. Nach Vollzug des Urteils nahm Eliphius - wie Dionysius von Paris - den abgeschlagenen Kopf in seine Hände und ging, von Engeln begleitet, auf den Berg an die Stelle der heutigen Pfarrkirche ins dann nach ihm benannte St-Élophe und setzte sich auf einen Stein, der sich sogleich in einen Sarg verwandelte und den Heiligen bedeckte; ihm folgten dabei viele Leute und auch der Kaiser. Das Grab wurde schnell zu einem Ort, an dem viele Bedrängte und Kranke Hilfe und Heilung erfuhren. Der Kaiser befahl, das Grab zu zerstören, die Menschen verteidigten das Grab und schlugen die heidnischen Soldaten in die Flucht.

Ein Drittel der Reliquien von Eliphius kamen 964 durch Bischof Gerhard I. von Toul nach Köln ins Kloster an Groß St. Martin, wo sie bis 1789 unter dem Hochaltar aufbewahrt und 1791 in einen Seitenaltar gelegt wurden. Das zweite Drittel kam in die Kathedrale nach Toul, das dritte blieb in der Pfarrkirche in St-Élophe. An der Kapelle in Soulosse-sous-Saint-Élophe gab es 1688 eine Einsiedelei.

Eliphius' Leidensgeschichte verfaste 1130 Rupert von Deutz.

1 Tatsächlich weilte Flavius Claudius Iulianus, von den Christen Apostata, der Abtrünnige, genannt, in seiner Zeit als Kaiser nie in Gallien.

Das Amphitheater in Grand ist im Juli und Auguist täglich von 10 Uhr bis 13 Uhr und von 14 Uhr bis 18.30 Uhr, im April, Mai, Juni und September von 9.30 Uhr bis 13 Uhr und von 14 Uhr bis 18 Uhr, von 15. bis 30 März und vom 1. Oktober bis 15. November mittwochs bis sonntags von 10 Uhr bis 13 Uhr und von 14 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 5 €. (2021)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 07.10.2021

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Saint_%C3%89lophe

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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