Ökumenisches Heiligenlexikon

Libaria

französische Namen: Libaire, Lievière , Libière, Leobière auch: Leobaria, Leoberia, Leoberta, Livieri, Lybaria

Gedenktag katholisch: 8. Oktober

Name bedeutet: die liebevolle Schützerin (althochdt.)

Jungfrau, Märtyrerin
* in Lothringen in Frankreich
362 (?) in Grand bei Épinal in Frankreich


Friedhofskapelle in Grand
Friedhofskapelle in Grand

Libaria war der Überlieferung zufolge eine Tochter von Baccius, dem Herrscher in Grand bei Épinal, und der Lientrude; ihre Brüder waren Eliphius und Eucharius. Mit ihren Schwestern Susanna und Menna lebte sie als Gott geweihte Jungfrau. Sie sollte die goldene Statue des römischen Gottes Apollo anbeten, aber sie trat Kaiser Julian Apostata 1 entgegen, bekannte ihren christlichen Glauben und wurde deshalb auf Befehl des Kaisers enthauptet an der Stelle der im 15. Jahrhundert errichteten und ihr geweihten Kapelle auf dem Friedhof in Grand. Demnach nahm sie ihren abgeschlagenen Kopf, wusch ihn im Wasser eines Brunnens mitten in der Stadt, setzte ihn wieder auf ihren Rumpf und legte sich dann in ein Leichentuch. Die Gläubigen begruben sie, die Erde bebte, die Türme und Mauern der Stadt brachen zusammen und unter der Basilika - der heute ebenfalls Libaria geweihten Pfarrkirche - in Grand entsprang eine heilkräftige Quelle.

Susanna starb eines natürlichen Todes, nach einigen in der Champagne, nach anderen in der Picardie.

Hochgrab in der Friedhofskapelle in Grand
Hochgrab in der Friedhofskapelle in Grand

Junge Kinder, die unter Libarias Hochgrab in der Friedhofskapelle in Grand durchgereicht werden, sollen dadurch so gestärkt werden, dass sie früher Laufen lernen.

1587 ließ der Bischof von Toul Libarias Gebeine in die damalige Abtei St-Léon - heute steht dort eine Schule - in seiner Stadt übertragen. 1700 kamen Reliquien nach Condé-Sainte-Libiaire bei Meaux.

Libaria darf nicht verwechselt werden mit Leobaria, der Gefährtin von Benedicta.

1 Tatsächlich weilte Flavius Claudius Iulianus, von den Christen Apostata, der Abtrünnige, genannt, in seiner Zeit als Kaiser nie in Gallien.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 23.08.2021

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 3. Band: [I]K-L. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1869
• https://www.heiligen-3s.nl/heiligen/10/08/10-08-0362-libaria.php
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Libaire_de_Grand

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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