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Ökumenisches Heiligenlexikon

(Aelia) Eudokia

Geburtsname: Athenaḯs

Gedenktag katholisch: 13. August

Gedenktag orthodox: 13. August

Gedenktag armenisch: 13. August
Übertragung der Gebeine)

Name bedeutet: von gutem Ruf (griech.)

Kaiserin
* um 400 in Athen in Griechenland
20. Oktober 460 in Jerusalem in Israel


Ruinen der Anfang des 5. Jahrhunderts offenbar als Bischofskirche errichteten Kirche Megala Panagia im Gelände der Ausgrabungen an der Hadriansbibliothek in Athen
Ruinen der um 400 offenbar als Bischofskirche errichteten Kirche Megala Panagia im Gelände der Ausgrabungen an der Hadriansbibliothek in Athen

Athenaḯs war eine Tochter des Rhetoriklehrers Leontios und hoch gebildet. Nach dem Tod ihres Vaters ließ sie sich taufen mit dem Namen Aelia Eudokia, da sie nur als Christin Kaiser Theodosius II. heiraten konnte, was 421 geschah. 423 wurde sie von ihrem Mann in den Rang einer Augusta, Kaiserin, erhoben. Ihm gebar sie zwei Töchter und einen Sohn, der schon jung starb.

Von einer 437 angetretenen Wallfahrt nach Jerusalem, wo sie - aufsehenerregend für eine Kaiserin! - vor dem Grab Christi niederkniete, brachte sie 438 Reliquien von Stephanus und die Ketten von Petrus nach Konstantinopel; für die Reliquien von Polyeuctus stiftete sie eine Kirche. In dieser Zeit hatte sie großen Einfluss auf ihren Mann, mehr noch als dessen machtbewusste Schwester Aelia Pulcheria. Eudokia war maßgeblich am Aufbau der christlichen Universität von Konstantinopel beteiligt, die ab 424 die Gesetzessammlung Codex Theodosianus erstellte. Sie selbst verfasste geistliche Dichtungen, die teilweise erhalten sind; Eudokia sympathisierte in dieser Zeit mit dem Miaphysitismus. Nachdem sich die Beziehung zu ihrem Mann verschlechtert hatte, wurde der mächtige magister officiorum Paulinus hingerichtet, weil man ihm eine Affäre mit der Kaiserin vorwarf. Ob gezwungernermaßen oder freiwillig ist umstritten, jedenfalls reiste sie - wohl 443 - erneut nach Jerusalem, wo sie dann bis zu ihrem Tod lebte.

Vor Ort wird erzählt, dass Eudokia bei ihrer zweiten Reise nach Jerusalem vor Kreta in einen Sturm geriet, Maria um Hilfe anflehte, dann den Naturhafen von Soulia erreichte und dort eine der Allerheiligsten (Gottesmutter) des Friedens, (Pan)Agia Gallini, heute der Name des Ortes, geweihte Kirche stiftete.

In Jerusalem ließ Eudokia die Stadtmauern wieder aufbauen und erweitern, neben der alten Davidsstadt umschlossen sie nun auch den Zionsberg. Sie stiftete Spitäler, Pilgerherbergen, Klöster und Kirchen. Nach mancher Quellen räumte sie den Juden Freiheiten ein, so die, Jerusalem an religiösen Festtagen zu besuchen. Unter dem Einfluss von Simeon Stylites dem Älteren und Euthymius dem Großen wandte sie sich vom Miaphysitismus ab und schloss sich am Ende ihres Lebens wieder der Orthodoxie an. Eudokia wurde in der von ihr errichteten Stephanuskirche am Nordtor von Jerusalem bestattet.

Unter den nur teilweise von Eudokia verfassten Werken waren eine poetische Umschreibung der ersten acht Bücher des Alten TestamentsWir verwenden den Begriff Altes Testament, wissend um seine Problematik, weil er gebräuchlich ist. Die hebräische Bibel, der „Tanach” - Akronym für „Torah” (Gesetz, die fünf Bücher Mose), „Nevi'im” (Propheten) und „Kethuvim” (Schriften) - hat aber natürlich ihre unwiderrufbare Bedeutung und Würde., eine Paraphrase der Bücher Daniel und Zacharias, und drei Bücher zum Lobe des Märtyrerbischofs Cyprian von Antiochia.

Die Hadriansbibliothek in Athen und das Ausgrabungsgelände westlich davon ist täglich von 8 Uhr bis 20 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 4 €. Für alle archäologischen Stätten in Athen gibt es ein fünf Tage gültiges Kombiticket zum Preis von 30 €. (2019)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 03.06.2019

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• https://el.wikipedia.org/wiki/Ευδοκία
• https://www.agia-galini.com/de/ueber-das-dorf#sthash.x2MUAqqh.dpbs
• https://monasticmatrix.osu.edu/figurae/icon-saint-eudokia

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.