Ökumenisches Heiligenlexikon

Faro von Meaux

auch: Faron, Pharaon

1 Gedenktag katholisch: 28. Oktober

Name bedeutet: der Tragende (latein.)

Bischof von Meaux
28. Oktober 669 (?) in Meaux in Frankreich


Faro, Sohn des adeligen Chagnerich / Angnéric, der enge Beziehungen zu König Theudebert II. von Austrasien hatte, und dessen Ehefrau Leudegund / Leodegond war damit auch der Bruder von Cagnoald von Laon und Fara (Burgundofara). Faro wurde Kanzler am Hof von König Dagobert I., legte das Amt aber nieder, nachdem seine Schwester Fara ihn vom religiösen überzeugt hatte. Er trennte sich von seiner Frau, trat in den Benediktinerorden ein und wurde um 626 Bischof von Meaux. Er bereicherte sein Bistum aus seinem Vermögen, errichtete Kirchen und Klöster - darunter das später nach ihm benannte damalige Kloster Saint-Faron an der Stelle einer heutigen modernen Schule in Meaux - und teilte Fiacrius das Waldstück Breuil im heutigen Saint-Fiacre-en-Brie zu, damit der sich dort mit Gefährten als Einsiedler niederlassen konnte.

Schriften von Faro und seine Lebensgeschichte gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 17.04.2026

Quellen:
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• Infotafel in der Kathedrale in Meaux

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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