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Ökumenisches Heiligenlexikon

Gregor Sorger

Taufname: Ludwig Paul Friedrich

Gedenktag katholisch: 15. November

Name bedeutet: der Wachsame (griech.-latein.)

Mönch, Priester, Missionar
* 19. November 1906 in Spaichingen bei Tuttlingen in Baden-Württemberg
† 15. November 1950 in Manpo in Nordkorea


Ludwig Paul Friedrich Sorger, Sohn des Amtsarztes Leopold Sorger, getauft in der Peter- und Paul-Kirche seiner Heimatstadt, legte am Bischöflichen Konvikt in Rottweil das Abitur ab und begann dann das Studium der Rechtswissenschaften an der juristischen Fakultät der Universität in Tübingen. Ende 1927 brach er nach dem Tod seiner Mutter das Studium ab und trat dem Benediktinerorden in Beuron bei, studierte Philosophie in Maria Laach und Theologie in Beuron und wurde 1934 zum Priester geweiht. Zunächst war er Sekretär des Priors in Beuron sowie in der Seelsorge tätig. 1937 wurde er als Missionar in die Beuroner Neugründung Tonogaoka in Chigasaki bei Tokio in Japan entsandt. 1940 wurde dieses Priorat den Benediktinern von St. Ottilien übergeben; die Beuroner Mönche konnten entweder nach Beuron zurückzukehren oder sich weiter in der Mission engagieren. Gregor Sorger entschied sich für letzteres und ging 1940 mit drei weiteren Ordensbrüdern in die Abtei Tokwon bei Wŏnsan im seit 1910 von den Japanern besetzten Korea, unterrichtete er Deutsch, Englisch und Musik am dortigen Priesterseminar und war Sekretär von Abtbischof Bonifatius Sauer OSB, dem Begründer der deutschen Benediktinermission in Korea.

Der Konvent der Abtei Tokwon
Der Konvent der Abtei Tokwon

Nach der Kapitulation Japans 1945 wurde das Gebiet von Wŏnsan wie der ganze Norden Koreas Russland unterstellt. 1949 erfolgte als Reaktion auf die einseitige Gründung von Südkorea die Gründung Nordkoreas; es folgte der Koreakrieg, in dem Gregor Sorger mit 17 weiteren Ordensbrüdern gefangen genommen und in Pjöngjang ins Geängnis gesteckt wurde. Nachdem Abtbischof Bonifatius Sauer an einer Krankheit gestorben war, wurden die anderen Klosteroberen sowie die koreanischen Patres erschossen, die restlichen Ordensbrüder wurden in das Arbeitslager Oksadok bei Jonchon gebracht. Gregor wurde dann ins Lager Manpo verlegt und erfror dort aufgrund der Haftbedingungen, der Mangelernährung und aus Erschöpfung.

Kanonisation: Das Verfahren zur Seligsprechung von Gregor Sorger wurde 2009 eröffnet.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 13.05.2018

Quellen:

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.