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Ökumenisches Heiligenlexikon

Hugo von Grenoble

Gedenktag katholisch: 1. April
Fest im Kartäuserorden: 22. April Gedenktag in Wales: 22. April

Name bedeutet: der Denker (althochdt.)

Bischof von Grenoble
* 1053 in Châteauneuf-sur-Isère bei Valence in Frankreich
† 1. April 1132 in Grenoble in Frankreich


Hugo geweihte Kapelle an der Stelle des ehemaligen Schlosses von Châteauneuf, dem Geburtsort von Hugo
Hugo geweihte Kapelle an der Stelle des ehemaligen Schlosses von Châteauneuf, dem Geburtsort von Hugo

Hugo, Sohn der Adelsfamilie von Châteauneuf, wurde Kanoniker an der Kathedrale in Valence. Er begleitete Hugo von Die, der ihn förderte, 1079 zum Reformkonzil nach Avignon. 1080 wurde er Bischof von Grenoble obwohl er noch nicht zum Priester geweiht war; Papst Gregor VII. selbst vollzog die Weihe, wozu Hugo nach Rom reiste. Zwei Jahre nach seinem Amtsantritt zog er sich von den vielen Problemen in seiner Diözese als Novize ins Benediktinerkloster La Chaise-Dieu zurück; nach einem Jahr nahm er auf Geheiß von Papst Gregor wieder seinen Bischofssitz in Grenoble ein. Er bekämpfte die Simonie, setzte sich für die Eigenständigkeit seines Bistums ein gegenüber dem Bischof von Vienne und gegenüber den Herren von Albon in umstrittenen Besitzfragen; hierzu erfand er die Geschichte eines angeblichen Bischofs Isarn von Grenoble, der die Stadt vor den Sarazenen gerettet habe; dies führte 1099 zu einer Übereinkunft mit dem Grafen Guigues III. Hugo förderte die Gründung des Klosters St-Martin-de-Miséré im heutigen Montbonnot-Saint-Martin durch Regularkanoniker.

Francisco de Zurbarán: Das Wunder des Heiligen Hugo von Grenoble, um 1633, Museo de Bellas Artes in Sevilla
Francisco de Zurbarán: Das Wunder des Heiligen Hugo von Grenoble, um 1633, Museo de Bellas Artes in Sevilla

1084 wirkte er - durch einen Traum veranlasst - mit an der Gründung der Einsiedelei, aus der später die Grande Chartreuse enstand, indem er das dafür erforderliche Land Bruno und seinen sechs Gefährten zur Verfügung stellte und auch in den Jahren danach diese Einrichtung großzügig unterstützte, so bei der Gründung der Kartause in St-Joire - dem heutigen St-Jeoire-Prieuré bei Chambéry. Die Überlieferung berichtet, wie Hugo eines Tages in der Grande Chartreuse den Speisesaal betrat und die Mönche ertappte, wie sie verbotenerweise Fleisch aßen; bei seiner Berührung zerfiel es. Er förderte auch die Benediktinerkongregation von Chalais, benannt nach dem Mutterkloster Notre-Dame-de-Chalais in Voreppe. 1096 wirkte er im Auftrag von Papst Urban II. als Werber für den 1. Kreuzzug. Noch im Frühjahr 1130 setzte er sich gegen Gegenpapst Anaklet II. ein.

Tafel zur Erinnerung an die Weihe Brunos und seiner sechs Gefährten, die demnach an dieser Stelle in der Kathedrale in Grenoble stattfand, an der die heute Michael geweihte Kapelle steht
Tafel zur Erinnerung an die Weihe Brunos und seiner sechs Gefährten, die demnach an dieser Stelle in der Kathedrale in Grenoble stattfand, an der die heute Michael geweihte Kapelle steht

Die im 13. Jahrhundert erbaute Pfarrkirche direkt neben der Kathedrale in Grenoble ist Hugo geweiht. Seine Gebeine wurden in den Hugenottenkriegen verbrannt.

Kanonisation: Hugo wurde schon zwei Jahre nach seinem Tod, am 22. April 1134, von Papst Innozenz II. heiliggesprochen.
Attribute: Hugo war selbst nicht Kartäuser, wird aber oft als solcher dargestellt.
Patron von Grenoble; gegen Kopfschmerzen

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

  Schriften von Hugo und seine Lebensgeschichte gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 08.09.2015

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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