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Ökumenisches Heiligenlexikon

Leo von Catania

Beiname: Thaumaturgos, der Wundertäter

Gedenktag katholisch: 20. Februar

Gedenktag orthodox: 20. Februar

Name bedeutet: der Löwe(latein.)

Bischof von Catania
* um 720 in Ravenna in Italien
† 20. Februar 789 (?) in Catania auf Sizilien in Italien


unbekannter Künstler aus Schwaben: Leo als Bischof, 1754
unbekannter Künstler aus Schwaben: Leo als Bischof, 1754

Leo, Sohn einer frommen und reichen Familie, wurde der Überlieferung nach Benediktinermönch und Priester in Ravenna, kam dann nach Reggio di Calabria, wurde aber schon in jungen Jahren Bischof von Catania; erzählt wird, dass den Leuten dort ein Engel erschienen war und sie auf Leo hingewiesen hatte. Er zeichnete sich aus durch seinen Einsatz für die Armen. Weil er dem kaiserlichen Verbot der Verehrung der Ikonen widerstand, wollte ihn der Statthalter Heliodorus gefangen nehmen, Leo musste sich deshalb jahrelang in den Bergen verstecken, wobei ihn die Bevölkerung unterstützte, v. a. in Longi bei Messina.

Nach einigen Jahren im Basilianerkloster Santa Maria dei Cerei - auch Santa Maria della Candelora genannt - in Rometta konnte er nach Regierungsübernahme durch den bilderfreundlichen Kaiser Leo IV. 875 in sein Bistum nach Catania zurückkehren. Leo IV. und dessen Sohn Konstantinos VI. ließen ihn der Legende nach zu sich nach Konstantinopel - das heutige Ístanbul - kommen und erbaten seine Fürbitte.

An Leos Grab in Catania sollen sich viele Wunder ereignet haben, daher der Beiname Thaumaturgos.

Die Legende über Leo stammt aus dem Beginn des 8. Jahrhunderts. Sie wurde alsbald bearbeitet, gekürzt und bereinigt, um als Propagandaschrift zur Unterstützung der Verehrung der Ikonen zu dienen; besonders der Kampf zwischen Leo und Heliodorus ist zu deren Untermauerung dargestellt.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 28.04.2017

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6. Herder, Freiburg im Breisgau 1997
• http://www.santiebeati.it/dettaglio/92495

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.