Ökumenisches Heiligenlexikon

Mappalicus und Gefährten

Gedenktag katholisch: 19. April
17. April

Name bedeutet: der Tuchfaden (latein.)

Märtyrer
April oder Mai 250 in Karthago, heute Vorort von Tunis in Tunesien (?), jedenfalls in Nordafrika


Blick in die Krypta der Asterius-Kapelle aus dem 7. Jahrhundert, in den Ausgrabungen von Karthago
Blick in die Krypta der Asterius-Kapelle aus dem 7. Jahrhundert, in den Ausgrabungen von Karthago

Mappalicus und seine Gefährten Barucus (Bassus), Victoricus (Victorinus), Donatus, Fortunion (Fortunio), Credula, Firmus, Ventus (Venustus), Fructus, Martialis und Ariston starben in den Verfolgungen unter Kaiser Decius.

Die Acta Sanctorum der Bollandisten nennen zusätzlich Quintus, Januarius, Macorus, Gallus, Theodora, den Priester Julianus, Meceonus, Miginus, Diomedes und Filippianus, andere Verzeichnisse haben stattdessen Paulus, Fortunata, Victor, Heremius, Hereda und Julia.

Cyprian von Karthago lobte Mappalicus, weil er kein einziges Empfehlungsschreiben für einen in den Verfolgungen abgefallenen Christen ausgestellt hat, sondern nur für seine - das Christentum verleugnenden - Mutter und Schwester um Kirchenfrieden bat.

Martyrologien des 9. Jahrhunderts und andere haben als Gedenktag den 17. April, der Kalender von Karthago und das Martyrolgium Romanum von 2001 / 2004 nennen den 19. April.

Die verschiedenen Ausgrabungsstellen in Karthago sind täglich von 8 Uhr bis 19 Uhr, im Winter nur von 9 Uhr bis 17 Uhr, zur Besichtigung geöffnet, der Eintritt beträgt für alle zusammen 4 €. (2020)
Das Archäologische Nationalmuseum von Karthago ist täglich von 8 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, zum Eintritt berechtigt das og. Sammelticket. (2020)
Das Gelände und das frühchristliche Museum in Karthago sind verschlossen ohne weitere Information, auch die Webseite meldet nur fermé. (2020)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 15.03.2020

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6., Herder, Freiburg im Breisgau 1997

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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