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Ökumenisches Heiligenlexikon

Maria Theresia Gräfin Ledóchowska

Deckname: Alexander Halka

Gedenktag katholisch: 6. Juli
gebotener Gedenktag in Polen und im Bistum Sankt Pölten
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Graz-Seckau und Salzburg

Name bedeutet: M: die Beleibte / die Schöne / die Bittere / die von Gott Geliebte (aramäisch)
T: von der Insel Thera (der heutigen Insel Santorin) stammend (griech.)

Gründerin
* 29. April 1863 in Loosdorf in Österreich
† 6. Juli 1922 in Rom


Maria Theresia, die ältere Schwester von Julia Gräfin Ledóchowska, war Tochter eines Adelsgeschlechts, von dessen Angehörigen viele im Dienst der Habsburger Monarchie sowie der katholischen Kirche standen. 1873 verlor ihr Vater beim Bankenkrach große Teile seines Vermögens, die Familie musste aus finanziellen Gründen nach St. Pölten und 1883 nach Lipnica in Polen umziehen. 1885 starb Julias Vater an einer Pockeninfektion, an der auch Maria Teresa infiziert wurde; lange Zeit verbrachte sie im Krankenbett, gepflegt von einer Ordensschwester und ihrer Schwester Julia. Ab 1885 wirkte sie im Dienst der Großherzogin Alice von Toskana in Salzburg. Ein Vortrag von Kardinal Charles-Martial-Allemand Lavigerie über das Wirken der Weißen Väter in Afrika beeindruckte sie. Bei einem Zusammentreffen mit dem Kardinal ermutigte der sie, Komitees zur Abschaffung der Sklaverei zu gründen, was sie an verschiedenen Orten in Österreich und Polen tat. Sie selbst zog nun in ein kleines Zimmer um, das ihr von den Töchtern der christlichen Liebe zur Verfügung gestellt wurde; hier verfasste sie Zaida das Negermädchen - Volksdrama in fünf Aufzügen, erschienen 1899, in dem sie die schrecklichen Folgen der Sklaverei vor allem für Frauen thematisierte, sowie weitere Schriften gegen den Sklavenhandel.

Ab 1884 sammelte Maria Theresia Ledochowska Mitarbeiterinnen um sich, daraus entstand 1888 eine Vereinigung zum Kampf gegen die Sklaverei in Afrika, die 1894 zur Petrus-Claver-Sodalität für die Afrikanischen Missionen und 1910 von Papst Pius X. als Ordensinstitut anerkannt wurde; deren Aufgabe war die Unterstützung der Missionare, vor allem durch die Beschaffung finanzieller Mittel und die Herstellung religiöser Bücher wie Katechismen und Gesangbücher in afrikanischen Sprachen; dafür wurde im Missionshaus Maria Sorg in Bergheim bei Salzburg eine eigene Druckerei errichtet. 1889 gründete Maria Theresia die Zeitschrift Echo aus Afrika zur Verbreitung von Nachrichten aus Afrika. 1905 konnte in Rom das Generalatshaus eröffnet werden, Maria Theresia wurde die erste Generaloberin. 1920 gründete sie die Stiftung Werk der Afrikanischen Presse. Sie starb im Generalat in Rom.

Maria Theresia Ledochowska wurde im Generalat in Rom bestattet. Die Petrus-Claver-Sodalität wurde 1947 umbenannt in Missionsschwestern vom heiligen Petrus-Claver. Sie sind auf allen Kontinenten vertreten und fördern junge Kirchen in den Entwicklungsländern durch pastorale und humanitäre Projekte mit Schwerpunkt auf der Erst-Evangelisierung. Bis 1991 druckten sie 12.371.880 Bücher in 263 afrikanischen Sprachen, das Echo aus Afrika - inzwischen mit dem Zusatz und aus anderen Erdteilen - erschien 1993 in acht europäischen Sprachen, in jenem Jahr hatte die Gemeinschaft rund 300 Mitglieder in weltweit 34 Häusern.

Kanonisation: Maria Theresia wurde am 19. Oktober 1975 von Papst Paul VI. seliggesprochen.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 14.10.2018

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6., Herder, Freiburg im Breisgau 1997
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999
• https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/Die-Wochenheilige;art312,190072

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


14.10.2018