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Ökumenisches Heiligenlexikon

Marius und Martha


Marius und Martha waren der Überlieferung zufolge die Eltern von Abachum und Audifax, die nach Rom kamen, um die Gräber der Apostel und Märtyrer zu verehren. Marius war Arzt, ebenso wie die beiden Söhne; alle vier kümmerten sich in Rom um Arme und besuchten Christen in den Gefängnissen, um sie zu trösten. Durch ihre Aktivitäten wurden die Christenverfolger auf sie aufmerksam. In der Verfolgung unter Kaiser Claudius Gothicus wurden sie gefangen genommen und enthauptet.

Marius, Martha, Abachum und Audifax wurden am heidnischen Quellheiligtum Nymphäum Catabassi am 13. Meilenstein der Via Cornelia, also nahe Lorium - dem heutigen Castel di Guido bei Rom - bestattet; dort wurde im 7. Jahrhundert eine ihnen geweihte Kirche errichtet, von der ein Blockaltar aus dem 6. Jahrhundert erhalten ist. Ihre Leidensgeschichte stammt aus dem 6. Jahrhundert. Sie werden im Martyrologium des Hieronymus und im Sacramentarium des Gelasius, ebenso bei Beda „Venerabilis” und Ado von Vienne aufgeführt. Eine ihnen geweihte Kirche erwähnte auch Papst Leo IV. 854.

Ihre Reliquien wurden weit verbreitet, sie liegen u.a in Seligenstadt, seit vor 1003 in Prüm, in Gembloux und in Cremona, wo Abachum, Audifax und Marius als die drei Ärzte verehrt werden.

Marius' Reliquien werden in Prüm in der Eifel und in Seligenstadt am Main aufbewahrt.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 11.02.2018

Quellen:
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XIV, Herzberg 1998
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6., Herder, Freiburg im Breisgau 1997
• Franz Xaver Kraus: Real-Encyklopädie der christlichen Alterthümer, 2. Band I-Z. Herder, Freiburg i. Br., 1886, S. 128

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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