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Ökumenisches Heiligenlexikon

Nikolaus Ridley

englischer Name: Nicholas

Gedenktag evangelisch: 17. Oktober

Gedenktag anglikanisch: 16. Oktober

Name bedeutet: der Sieger über das / aus dem Volk (griech.)

Bischof von London, Märtyrer
* um 1500 in Northumbrien in England
† 16. Oktober 1555 in Oxford in England


unbekannter Künstler: Portrait, 1555, in der  National Portrait Gallery in London
unbekannter Künstler: Portrait, 1555, in der National Portrait Gallery in London

Nikolaus studierte Theologie in Cambridge, Paris und Löwen und war dann an der Universität Cambridge tätig. 1538 wurde er Pfarrer in Herne in Kent. Eine Abhandlung über das Abendmahl bewog ihn zum Bibelstudium mit dem Ergebnis, dass er die katholische Lehre von der Messe als nicht schriftgemäß erkannte; der . 1540 erwarb er in Cambridge die Doktorwürde. Auch in einem Gutachten zur Auseinandersetzung um die Ehescheidung von König Heinrich VIII. stellte er sich gegen den Papst und auf Seite des Königs; das Festhalten des Königs an der traditionellen katholischen Lehre der Wandlung der Elemente im Abendmahl dagegen lehnte Nikolaus nun ab und widersprach öffentlich.

Nach dem Amtsantritt von König Eduard VI. wurde Nikolaus 1547 dessen HofkaplanEin Kaplan (von lateinisch capellanus, „der einer Hofkapelle zugeordnete Kleriker”) ist im deutschen Sprachraum ein römisch-katholischer Priester in den ersten Jahren nach seiner Weihe, der in der Regel noch einem erfahrenen Pfarrer unterstellt ist. In manchen Bistümern wird er Vikar genannt - dies ist die Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts von 1983 - in anderen Kooperator. und Bischof von Rochester, 1550 Bischof von London. In diesen Ämtern war er zusammen mit Thomas Cranmer, dem Erzbischof von Canterbury, wesentlich am Aufbau der neuen Anglikanischen Kirche beteiligt. Die Bekenntnisschriften und die Gottesdienstordnung tragen auch seine Handschrift. Den König konnte er bewegen, aus seinem Vermögen drei große Spitäler zu bauen.

Nach König Eduards Tod 1553 setzte sich Nikolaus dafür ein, dass die protestantische Schwiegertochter des Herzogs von Northumberland, Jane Grey, den Thron besteigen konnte, um so zu verhindern, dass die katholische Schwester von Eduard Königin wurde. Als dann Jane Grey abgesetzt wurde und Mary - die mit dem Beinamen die Blutige in die Geschichte einging - doch zur Königin gekrönt wurde, machte Nikolaus einen Antrittsbesuch bei der neuen Herrscherin; dabei wurde er verhaftet und dann im Tower von London gefangen gehalten. Auch Erzbischof Thomas Cranmer von Canterbury und Bischof Hugo Latimer wurden verhaftet. Im April 1554 wurden die drei verhört, blieben aber standhaft. Nach neun weiteren Monaten Haft im Tower wurde den dreien in Oxford der Prozess gemacht; dabei wurde die Anklage von Verrat auf Ketzerei geändert. Nikolaus wurde eine letzte Gelegenheit zum Widerruf gegeben, er blieb wiederum seinen reformatorischen Überzeugungen treu, wurde zum Tod verurteilt und zusammen mit Latimer vor der Stadtmauer - an der Stelle, die heute von einem Gedenkkreuz bezeichnet ist - an einen Pfahl gebunden und auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 05.08.2018

Quellen:

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.