Ökumenisches Heiligenlexikon

Nunzio Sulprizio

Gedenktag katholisch: 5. Mai

Name bedeutet: der Bote (latein.)

Dulder
* 13. April 1817 in Pescosansonesco bei Pescara in Italien
5. Mai 1836 in Neapel in Italien


Nunzio, Sohn eines Schuhmachers und einer Spinnerin, wurde mit acht Jahren Vollwaise und dann von einem Onkel erzogen, der ihn von der Schule nahm und in seiner Schmiede Schwerstarbeit verrichten ließ. Mit einer schwierigen Wundbrand-Erkrankung gelangte Nunzio ins damalige Krankenhaus San Salvatore in L'Aquila und schließlich zu einem Onkel, der in Neapel Militärdienst leistete, wo dann der tiefgläubige Oberst Felice Wochinger, der im Castel Nuovo stationiert war, Nunzio bei sich aufnahm und ihn behandelte wie einen Sohn. Nunzios Gesundheit verbesserte sich, er widmete sich nun seinerseits anderen Kranken und versuchte, sie zu trösten.

Von Nunzio ist die Aussage überliefert:
Jesus hat so viel für uns gelitten, und das ewige Leben, das wir haben werden, ist sein Verdienst. Wenn wir eine Weile leiden, werden wir im Paradies jubeln.

Wenig später erkrankte Nunzio an Knochenkrebs. Sein Gönner brachte ihn ins Spital der Unheilbaren in Neapel, wo Nunzio ein Bein amputiert werden sollte, aber er starb noch vor der Operation. Unter der Bevölkerung verbreitete sich der Ruf der vorbildlichen Ergebenheit, mit der er seine Leiden akzeptierte, sie hielt ihn schon vom Tag seines Todes an für einen Heiligen.

Nunzio wurde zunächst in der Barbara geweihten Kapelle des Castel Nuovo bestattet, dann in die Kirche Kirche San Michele Arcangelo überführt, 1936 in die Kirche Santa Maria Avvocata und noch im selben Jahr dann in die Kirche San Domenico Soriano übertragen. Noch bevor ihn die Kirche seligsprach, errichtete die Gemeinde Pescosansonesco 1890 eine Wallfahrtskirche am Ortsrand an der Stelle, an der Nunzio oft betete und im Fluss Erfrischung für seine Fußverletzung fand. Diese Kirche wurde 1928 erweitert und dann durch ein größeres Santuarium ersetzt, das 1990 geweiht wurde; in ihm liegen Reliquien von Nunzio und fließt das Wasser, an dem schon Nunzio Linderung suchte; es gilt heute als heilkräftig. Gedenkstätte ist heute auch die ehemalige Schmiede, in der Nunzio arbeiten musste.

Kanonisation: Papst Paul VI. sprach Nunzio am 1. Dezember 1963 selig, Papst Franziskus sprach ihn am 14. Oktober 2018 heilig.
Patron der Invaliden und der Opfer von Arbeitsunfällen





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 25.02.2020

Quellen:

• http://www.abruzzoheritage.com/magazine/2006_02/a.htm
• https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2018-07/papst-franziskus-konsistorium-heiligsprechung-nunzio-sulprizio.html
• https://it.wikipedia.org/wiki/Pescosansonesco#Santuario_di_San_Nunzio_Sulprizio
• http://www.santiebeati.it/dettaglio/32250
• https://napoli.fanpage.it/nunzio-sulprizio-diventera-santo-e-il-protettore-degli-invalidi-e-dei-morti-sul-lavoro/

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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