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Ökumenisches Heiligenlexikon

Palmatius und Gefährten

Gedenktag katholisch: 5. Oktober

Name bedeutet: der Sieger (Palmengeschmückte) (latein.)

Prokonsul (?), Märtyrer
287 in Trier in Rheinland-Pfalz


Der Prokonsul Palmatius starb der Überlieferung nach zusammen mit Maxentius, Constantius, Crescentius, Justinus, Leander, Alexander, Soter, Hormisdas (Ormisda), Papyrus (Papirius), Constans und Jovianus ebenso wie Tyrsus und Gefährten unter Statthalter Rictiovarus als Märtyrer in Trier.

Eine Armreliquie und einen Teil des Kopfes von Palmatius bekam Kaiser Karl IV. 1356 von Bischof Boëmund für den Veitsdom in Prag, weitere Reliquien brachte er in seine Burg Karlštejn. Später brachte er auch Reliquien des römischen Konsuls Palmatius nach Karlštejn und errichete dafür die ihm geweihte Kapelle St. Palmacia; der Titel Konsul des Trierer Märtyrers ist also wohl von diesem durch Verwechslung abgeleitet. Auch in der alten Kathedrale in Coimbra wurde der Kopf des Trierer Märtyrers Palmatius verehrt, sie kamen 1588 aus Trier dorthin und wurden später durch Kaiser Rudolf II. und seine Muter Maria von Spanien in die Jesuitenkirche São Roque nach Lissabon gebracht.

Iskender Yediler: Denkmal für Palmatius (rechts) und Tyrsus (links), 2020, vor der Kirche St. Paulin in Trier
Iskender Yediler: Denkmal für Palmatius (rechts) und Tyrsus (links), 2020, vor der Kirche St. Paulin in Trier

Gedenkort für die frühchristlichen Märtyrer von Trier ist die auf dem damaligen Marsfeld unter Bischof Felix von Trier um 390 als Märtyrerkirche errichtete heutige Kirche St. Paulin.

Maxentius, Constantius, Crescentius, Leander, Alexander und Soter aus dieser Märtyrergruppe sind offenbar identisch mit Maxentius und Gefährten.

Nach der KalenderreformNach Abschluss und im Auftrag des => 2. Vatikanischen Konzils wurde im Jahr 1969 eine Liturgiereform in der römisch-katholischen Kirche durchgeführt; in diesem Rahmen wurden auch Änderungen im Römischen Generalkalender vorgenommen; der erneuerte wurde mit dem 1. Januar 1970 in Kraft gesetzt. wurden Palmatius und seine Gefährten wegen historischer Zweifel im Martyrologium Romanum von 2001/2004 gestrichen.

Die Kirche St. Paulin in Trier ist täglich von 8 Uhr bis 17 Uhr, dienstags erst ab 11 Uhr und sonntags erst ab 10 Uhr geöffnet. (2021)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 02.10.2021

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• Jens Baumeister: Basilika St. Paulin in Trier. Kirchengemeinde St. Paulin, Trier 2020

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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