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Ökumenisches Heiligenlexikon

Petrus Pavlicek

Taufname: Otto

Gedenktag katholisch: 14. Dezember

Name bedeutet: P: der Fels (griech. - latein.)
O: der Besitzer des Erbgutes (germanisch - althochdt.)

Ordensmann, Priester
* 6. Januar 1902 in Innsbruck in Österreich
† 14. Dezember 1982 in Wien in Österreich


Otto Pavlicek, Sohn des k. u. k. Offiziers Augustin Pavlicek und der Gabriele geb. Alscher, verlor seine Mutter, als er zwei Jahre alt war. Er wuchs in Wien auf und besuchte dann die Kunstschule in Breslau - dem heutigen Wrocław. 1923 trat er aus der Kirche aus. Erste künstlerische Erfolge führten zum Umzug nach Paris, später für drei Jahre nach London, schließlich ins goldene Prag. Eine schwere Krankheit wurde zum Wendepunkt: er kehrte 1935 feierlich zur katholischen Kirche zurück und widmete seine letzten Bilder Geheimnissen des Glaubens; zudem entschloss er sich, Priester zu werden. Aber die Franziskaner an der Hofkirche in Innsbruck und jene in Wien wollten ihn nicht für ihren Orden zulassen, weil er zu alt sei; schließlich nahmen die Franziskaner-Minoriten in Prag den schon 35-jährigen auf; er erhielt den Ordensnamen Petrus. 1941 wurde er zum Priester geweiht.

Im 2. Weltkrieg kam Pater Petrus als Sanitäter an die Westfront. Erschüttert war er, als er einen unschuldig vom Kriegsgericht zum Tod Verurteilten 50-jährigen auf die Exekution vorbereiten musste. Nach Ende des Krieges und einem Jahr in US-Kriegsgefangenschaft, wo er eine kleine Broschüre las, die ihn zum ersten Mal über die Marienerscheinungen in Fatima informierte, kam er heim nach Österreich und pilgerte aus Dankbarkeit nach Mariazell. Hier bat er Maria um ihre Hilfe für seine von den vier Siegermächten besetzte Heimat. Plötzlich vernahm er Marias Antwort: Tut, was ich euch sage, und es wird Friede sein. Auf dieses Wort hin gründete er im Februar 1947 den Rosenkranz-Sühnekreuzzug um den Frieden in der Welt - kurz RSK; auch führende Politiker konnte er als Mitglieder gewinnen. Seitdem finden jeden Monat in der Wiener Franziskanerkirche Andachten für den Frieden statt. Ab 1950 organisierte Pater Petrus die jährliche große Maria-Namen-Prozession über die Wiener Ringstraße. Tausende beteten über Jahre hinweg mit ihm für die Befreiung Österreichs, bis im Mai 1955 die Außenminister Molotow, Dulles, Macmillan, Pinay und Figl Österreichs Staatsvertrag unterzeichneten. Pater Petrus leitete seine Gebetsbewegung bis zu seinem Tod, viele Ehrungen wurden ihm zuteil. Seinen Sarg zierte ein einziger Kranz, dessen Aufschrift lautete: Österreich dankt Pater Petrus.

Das Grab von Pater Petrus ist in der Wiener Franziskanerkirche direkt unter der Kanzel, von der aus er seine Predigten gehalten hat. Heute gehören mehr als 700.000 aktive Mitglieder in aller Welt, davon rund 80.000 in Österreich, dem RSK an; im Rosenkranzgebet beten sie für den Frieden unter den Menschen. Alljährlich am 12. September kommen noch immer zehntausende Katholiken in der Wiener Stadthalle zur Maria-Namen-Feier zusammen.

Kanonisation: der Seligsprechungprozess für Pater Petrus wurde am 13. Oktober 2000 eröffnet.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 08.10.2017

Quellen:

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.