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Ökumenisches Heiligenlexikon

Philotheus von Neapolis

auch: vom Athos, von Kavala
Taufname: Theophilos

Gedenktag orthodox: 21. Oktober

Name bedeutet: der Gott Liebende (griech.)

Mönch, Einsiedler
* 1526 in Chrysoupoli bei Neapolis / Kavala in Griechenland
1610


Ikone in der Kirche Fotini Ilissos in Athen
Ikone in der Kirche Fotini Ilissos in Athen

Theophilos' Eltern waren aus Elateia / Herakleia in Äolien - einem abgegangenen Ort beim heutigen Ayvalık in der Türkei - aus Angst vor den arabischen Hagarenern nach Chrysoupoli gekommen. Sein Vater starb, als Theophilos noch sehr jung war, er wurde von seiner Mutter Eudokia aufgezogen. Eines Tages wurde er und sein Bruder von den Türken gefangen genommen, um als Türken erzogen zu werden. Nachdem Eudokia einige Zeit nichts über das Schicksal ihrer Söhne gehört hatte, trat sie nahe Chrysoupoli in ein Kloster ein. Auch unter der Herrschaft der Türken blieben Theophilos und sein Bruder standhaft in ihrem orthodoxen Glauben; nach einer Erscheinung der Allerheiligsten (Gottesmutter) wurden sie auf wundersame Weise aus der Knechtschaft befreit und Eudokia bat nun ihre beiden Söhne, Mönche zu werden; Theophilos nahm dabei den Namen Philotheos an.

Eudokia und ihre Söhne widmeten sich mit großem Eifer der Askese und dem Gebet. Um 1551 ging Philotheos auf den Athos ins Kloster Dionisíou. Nach einigen Jahren zog er sich in eine Höhle nahe des Klosters zurück, später an einen anderen Ort, wo sich ihm drei Schüler anschlossen. In dieser Zeit wurde er für seine Wunder und seine Gabe der Voraussicht bekannt. Nachdem er seinen Tod nahen spürte, wies er seine Schüler an, seinen Körper nicht begraben zu lassen, sondern ihn ohne Zeremonie in die Tiefen des Waldes zu werfen, damit die wilden Tiere ihn verschlingen können.

Einige Zeit später sah ein Mönch des Klosters Dionisíou beim Fischen am Ufer, ein großes Licht im Wald, das er für ein Feuer hielt. Er eilte dorthin, entdeckte den Schädel des Heiligen und brachte ihn unverzüglich zu dessen Schülern zurück. Heute ruht die Schädelreliquie von Philotheos in einem Silberreiguiar im Kloster Petra nahe Katafigio bei Karditsa, andere Reliquien im Johanneskloster in Koroni, von dort wurde 1972 ein Teil dieser Reliquien ins Kloster Dionysiou auf den Athos gebracht.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 29.07.2019

Quellen:
• https://www.johnsanidopoulos.com/2016/10/saint-philotheos-hagiorite-1610.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.