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Ökumenisches Heiligenlexikon

Rudesindus von Dumio

spanischer Name: Rosendo
auch: Rodosindus
auch: von Celanova

Gedenktag katholisch: 1. März
Hochfest im Bistum Mondoñedo-Ferrol
nicht gebotener Gedenktag in den Bistümern Lugo, Orense, Santiago de Compostela und Tui-Vigo
Übertragung der Gebeine: 1. September, 30. Oktober

Name bedeutet: auf ruhmreichem Weg (althochdt.)

Bischof von Dumio und Iria Flavia, Klostergründer und Abt in Celanova
* 26. November 907 auf der Burg in Villanueva de los Infantes, Ortsteil von Celanova bei Ourense 1 in Spanien
† 1. März 977 in Celanova bei Ourense in Spanien


Kirche San Martiño de Mondoñedo  in Caritel bei Foz
Kirche San Martiño de Mondoñedo in O Caritel bei Foz

Rudesindus, Sohn des Grafen Guterius Menéndez und seiner Frau Ilduara Eriz, stammte aus galicischem Hochadel im Umfeld des Königshauses von León - von dessen damaliger Residenz blieb nur die kleine Kirche San Salvador de Palat del Rey. Schon in jungen Jahren wurde er als Nachfolger seines Onkels Savaricus Bischof im Kloster San Martiño de Mondoñedo im heutigen Örtchen O Caritel bei Foz, dem damaligen Sitz des Bistums Dumio, das später nach Mondoñedo bei Lugo verlegt wurde. Er missionierte unter den galicischen Adeligen und half so dem Christentum zum Durchbruch. Auf Besitz seiner Familie gründete er das Kloster San Salvador in Celanova, hatte zeitweise seinen Amtssitz dort und war auch dessen Abt. Andere Klöster reformierte er und führte die Benediktinerregel ein. Um 942 gab er sein Bischofsamt auf.

Statue in der ehemaligen Kathedrale in Iria Flavia
Statue in der ehemaligen Kathedrale in Iria Flavia

Nachdem Bischofs Sisnando Menéndez bei der Schlacht von Fornelos gegen die Wikinger gestorben war, wurde Rudesindus 968 sein Nachfolger als Bischof von Iria Flavia beim heutigen Padrón; dieses Bistum wurde später nach Santiago de Compostela verlegt. Rudesindus bekleitete auch weltliche Ämter von großer Bedeutung, war Vizekönig von Galicien, führte als solcher Feldzüge gegen Mauren und Normannen und war Ratgeber von König Fruela II. am Hof in León.

Rudesinus wurde in der Kirche des Klosters in Celanova bestattet.

Kirche und Kloster San Martiño de Mondoñedo in Caritel bei Foz waren ab 870 Bischofssitz, Rudesindus' Onkel Savaricus war der erste Amtsinhaber, das Kloster von Augustinern aus Portugal bewohnt, die vor den Arabern geflohen waren. Insgesamt amtierten hier 15 Bischöfe, als letzter == Gonzalo bis zu seinem Tod 1112; dann wurde das Bistum in die Stadt Villibria / Villamaior de Brea - das heutige Mondoñedo - verlegt. Nachdem die Augustiner das Kloster im 15. Jahrhundert verließen, kamen Franziskaner, bis es nach dem Konzil von Trient aufgelöst wurde. 1861 stürzten Teile der Kirche ein; verständnisvolle Architekten verhinderten ihren Abriss, in der Zeit der 2. spanischen Republik wurde sie restauriert. Nachdem der große historische Wert der einsam liegenden Kirche erkannt wurde, wurde sie zum Nationalen Denkmal erklärt, 2007 erhob Papst Benedikt XVI. sie zur Basilika.

Statue in der Klosterkirche in Celanova
Statue in der Klosterkirche in Celanova

Vom Kreuzgang des Klosters in Celanova ist der Zugang zur 937 gebauten Capilla de San Miguel, dem ursprünglichen Teil des von Rudesindus gegründeten vorromanischen Klosters. Von dort aus wird jedes Jahr am Gedenktag eine Prozession mit dem Schrein der Gebeine von Rudesindus abgehalten, in der Klosterkirche liest dann der Erzbischof von Ourense eine Messe zu seinen Ehren.

Kanonisation: Der päpstliche Gesandte Hyacinth kanonisierte Rudesindus 1172, als Papst Cölestin III. bestätigte er 1196 die Kanonisation.
Patron von Celanova; der Diözese Mondoñedo-Ferrol

1 Die traditionelle Ansicht, Rudesindus sei in São Miguel do Couto, einem Ortsteil von Santo Tirso bei Porto in Portugal geboren, ist nicht mehr aktuell; wegen dieser Tradition besteht aber heute eine Städtepartnerschaft zwischen Celanova und Santo Tirso.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Die Kirche San Martiño de Mondoñedo in O Caritel bei Foz kann besichtigt werden, falls geschlossen, gibt es den Schlüssel - llave - daneben in der Touristeninformation. (2015)
Das Kloster in Celanova ist montags bis samstags von 11 Uhr bis 12.30 Uhr und von 16.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. (2017)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 02.08.2017

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• http://es.wikipedia.org/wiki/Rosendo_(santo)
• María González vom Hotel Celanova

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.