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Ökumenisches Heiligenlexikon

Schenuda von Atripe

arabischer name: شنودة
auch: Šinudah, Schenute, Schanudi, Shenouda, Sinuthius

Gedenktag koptisch: 1. Juli
bedacht in der Basilius-Anaphora

Gedenktag syrisch-orthodox: 1. Juli

Name bedeutet: ?

Archimandrit im Weißen Kloster
* um 347 (?) in Schandawil bei Akhmim in Ägypten
1. Juli 465 in Ad Dayr Al Abyad Al Bahari in Ägypten


griechische Ikone
griechische Ikone

Schenuda kam im Alter von neun Jahren ins Weiße Kloster im heutigen Ad Dayr Al Abyad Al Bahari, wo sein Onkel == Pigol / Bigul Abt war. 385 - oder 387 -, als im Kloster 30 ältere Mönche lebten, wurde er dort Abt und reformierte die strenge, der Regel des Pachomius dem Älteren entsprechende Klosterregel so, dass die Mönche zum Nutzen der Gemeinschaft arbeiten sollten, wodurch das Kloster sich selbst versorgen konnte. Sie beschäftigten sich nun mit Weben von Leinen, Anbau von Flachs, Lederarbeiten und Schuhherstellung, der Zimmerei sowie der Metallbearbeitung und der Töpferei. Die Mönche sollten nun auch Lesen und Schreiben lernen, um Bücher zu kopieren und die umliegende Bevölkerung zu unterrichten. Letzteres steigerte die Popularität der Mönche. Zum Verband des Klosters gehörten bald schon zwei weitere Klöster, eines davon für Nonnen. Schenuda gilt auch als Stifter weiterer Klöster mit insgesamt mehr als 6000 Mitgliedern, denen er als ArchimandritEin Archimandrit (aus griech.„αρχή, Anfang” und „μάνδρα, Unterkunft”) ist in den östlichen und orthodoxen Kirchen der vorgeordnete Vorsteher eines oder mehrer Klöster, entsprechend etwa dem westlichen Erzabt. Er steht hierarchisch über dem Hegumen. Der Begriff wird auch als besonderer Ehrentitel für orthodoxe Priestermönche verwendet. vorstand. 431 begleitete er Cyrill von Alexandria zum Konzil von Ephesus.

Bei Schenudas Tod - der Überlieferung zufolge im Alter von 118 Jahren - war die Gemeinschaft des Weißen Klosters auf über 2200 Mönche und fast 2000 Nonnen angewachsen. Sein Schüler Wissa / Besa verfasste die Laudatio auf Shenouda, in der er schildert, wie Schenouda armen Bauern und Gefangenen half und sich auch bei Kaiser Theodosius I für diese einsetzte. Erhalten sind eine ganze Reihe von Predigten und Lehrschriften, v. a. zu Fragen der Moral im Klosterleben, gegen die Heiden und gegen Ketzer sowie Predigten, die entstanden aufgrund von Gesprächen mit Regierungsbeamten, die oft seinen Rat suchten.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 09.10.2019

Quellen:
• https://en.wikipedia.org/wiki/Shenoute

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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