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Ökumenisches Heiligenlexikon

Suitbert von Kaiserswerth

auch: Swidbert

Gedenktag katholisch: 1. März
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Essen und Köln: 4. September
in Köln: Übertragung der Gebeine: am Sonntag nach dem 29. Juni

Gedenktag evangelisch: 29. Februar
in nicht-Schaltjahren: 1. März

Name bedeutet: der starke Glänzende (althochdt.)

Glaubensbote, Klostergründer, Abt von Kaiserswerth
* in England
† 1. März 713 im heutigen Kaiserswerth bei Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen


Holzschnitt, 1508
Holzschnitt, 1508

Die Legende von Suitberts Geburt erzählt, wie ein Stern, zwei Strahlen aussendend, vor seiner Geburt auf das Lager seiner Mutter stürzte; Bischof Aidan von Lindisfarne deutete ihr den Traum: der Knabe, der zur Welt käme, sei berufen, in zwei Ländern - Gallien und Germanien - zu wirken.

In York wurde Suitbert als Schüler von Egbert ausgebildet. Mit 12 angelsächsischen Gefährten kam er 690 als Glaubensbote unter Willibrord in das südliche Friesland. 692/693 wählten ihn seine Gefährten zum Bischof, er kehrte in seine Heimat zurück und wurde von Wilfrid von York zum Missionsbischof geweiht. Nach erneutem Aufenthalt in Friesland wandte er sich dann aber - wie Kirchengeschichtsschreiber Beda Venerabilis berichtete - einer selbständigen Missionstätigkeit in dem von den Brukterern besiedelten Bereich an Ruhr und Lippe zu. Suitberts Arbeit blieb erfolglos - auch weil die einfallenden Sachsen seine Anlagen zerstörten. Er verlegte nun seine Tätigkeit auf fränkisches Gebiet und gründete 695 auf der ihm vom Majordomus der Merowinger, Pippin dem Mittleren, und dessen Frau Plektrudis geschenkten Rheininsel das Benediktinerkloster Swidbertswerth, das später Kaiserswerth genannt wurde, dem er als Abt vorstand.

Nach seinem Tod bildeten sich um den bald als heilig verehrten Suitbert zahlreiche Legenden. Traditionell wurde er auch als Apostel des Bergischen Landes bezeichnet, neuere Forschung hat aber erkannt, dass sich sein Einfluss nur auf die engere Umgebung seiner Gründung Swidbertswerth und die angrenzende Rheinebene erstreckt haben kann. Seine Gebeine liegen in einem kostbaren, zwischen 1220 und 1330 gefertigten Schrein in der Stiftskirche in Kaiserswerth, wohin sie 1264 übertragen wurden.

In Ratingen bei Düsseldorf erzählt man, dass die Leute ihm das Stadttor vor der Nase zugeschlagen haben, als er zur Mission kam, wobei er sich einen eingeklemmten Daumen zuzog; Ratingen wird deshalb auch Dumeklemmer-Stadt genannt.

Kanonisation: Papst Leo III. soll Suitbert an einem 4. September um 810 heiliggesprochen haben.
Attribute: Stern
Patron von gegen Bräune und Halsschmerzen (Angina)

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 31.12.2015
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Joachim Donsbach nach: Justus Hashagen, Politische und Religionsgeschichte des Bergischen Landes, E-Mail vom 3. September 2006
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000
• Franz-Josef Vogel aus Düsseldorf, E-Mail vom 3. Juni 2013
• http://www.express.de/duesseldorf/duesseldorfs-schutzheilige-sie-wachen-auch-im-neuen-jahr-ueber-die-stadt-23250674