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Ökumenisches Heiligenlexikon

Wilhelm von Dijon

französischer Name: Guillaume
italienischer Name: Guglielmo
auch: von Orta

Gedenktag katholisch: 1. Januar
Niederlegung der Gebeine: 7. Juni

Name bedeutet: Wille und Schutz (althochdt.)

Klostergründer, Abt in Dijon
* im Juni/Juli 962 auf der Insel San Giulio im Ortasee in Italien
† 1. Januar 1031 in Fécamp in der Normandie in Frankreich


Wilhelm wurde als Sohn des Grafen Robert von Volpiano aus einem alemannischen Adelsgeschlecht und der mit dem langobardischen Königshaus verwandten Perinza geboren, sein Taufpate war der deutsche Kaiser Otto I.. Wilhelm kam im Alter von sieben Jahren als Oblate ins Benediktinerkloster S. Michele di Locadio sic! im Bistum Vercelli. Nach dem Studium der Grammatik in Vercelli und Pavia wurde er Scholastikus in Vercelli. Nach Auseinandersetzungen mit seinem Bischof folgte er 987 einem Ruf von Majolus und trat als Mönch ins Kloster Cluny ein.

Stiftskirche St-Saturnin</a> und Pfarrkirche St-Pierre in Pont-St-Esprit
Stiftskirche St-Saturnin (rechts) und Pfarrkirche St-Pierre in Pont-St-Esprit

988 wurde Wilhelm Prior im Kloster St-Saturnin in Pont-St-Esprit bei Orange. 989 holte ihn Bischof Brun von Langres zur Reform des Klosters St-Bénigne in Dijon; nach Auszug des alten Konvents wurde es mit Mönchen aus Cluny neu besiedelt; Wilhelm wurde 990 zum Priester und Abt geweiht.

Durch Wilhelm wurde St-Bénigne in Dijon zu einem im ganzen Abendland bekannten Zentrum klösterkichen Lebens und erlebte eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte. Wilhelm errichtete das Skriptorium und um 1000 die architektonisch bedeutsame Kathedrale als Rundbau. Seine Verbindungen zum italienischen und burgundischen Hochadel und sein Festhalten an den Eigenkirchenrechten der jeweiligen Klosterherren machten ihn zum begehrten Ratgeber vieler Herrscher, die ihm ihre Klöster zur Reform antrugen. Wilhelm wirkte als Reformer von Klöstern in Burgund, Lothringen, in der Normandie und in Paris; Wilhelm übernahm jeweils selbst das Amt des Abtes, setzte Priore aus St-Bénigne ein und kontrollierte die Durchführung der Reformen durch Visitationsreisen.

1000/1001 gründete Wilhelm auf Familienbesitz im Bistum Ivrea sein eigenes Kloster Fruttuaria. Geistliche und Weltliche aus allen Ständen traten ins Kloster St-Bénigne in Dijon ein, um 1020 gab es 79 Mönche. Die Strenge auch seines persönlichen Lebenswandels brachte ihm den Titel Abbas supra regulam, Abt über die Regel hinaus, ein. Ohne Cluniazenser zu sein, pflegte er enge Beziehungen zu Abt Odilo.

Zur Unterstützung der Zirkusleute, Schausteller und Menschen, die auf Jahrmärkten arbeiteten, gründete er eine Bruderschaft der Jongleure.

Nach Wilhelms Tod zerfiel der Verband der ihm unterstellten Klöster. Seine Lebensgeschichte verfasste kurz nach seinem Tod sein Schüler Radulfus Glaber in Cluny, wobei er das Wirken von Majolus zum Vorbild seiner Darstellung von Wilhelm verwandte.

Kanonisation: Papst Pius XII. sprach Wilhelm 1950 heilig.

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Acta Sanctorum

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 10.08.2016

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 10. Herder, Freiburg im Breisgau 2001

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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