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Ökumenisches Heiligenlexikon

Zdenka Schelingová

Taufname: Cecilia

Gedenktag katholisch: 31. Juli
nicht gebotener Gedenktag in der Slowakei: 30. Juli

Name bedeutet: Z: aus Sidon/Saida in Phönizien stammend (latein. - slawisch)
C: aus der (altrömischen) Familie der Cäcilier (latein.)

Nonne
* 24. Dezember 1916 in Krivá an der Orava in der Slowakei
31. Juli 1955 in Trnava in der Slowakei


Cecilia Schelingová wurde als 11. Kind ihrer Eltern geboren. Nach der Schule erhielt sie eine Ausbildung zur Krankenschwester bei den barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz. Im Alter von 21 Jahren trat sie unter dem Ordensnamen Zdenka (Sidonia) dem Orden bei und arbeitete im Krankenhaus von Humenné, ab 1942 in dem in Bratislava. 1952 wurde sie von den Kommunisten angeklagt, weil sie in der Nacht vom 19. auf 20. Februar drei Priestern und drei Seminaristen - darunter dem Priester Stefan Kostial, der im Krankenhaus behandelt wurde, aber zum Tod verurteilt werden sollte - zur Flucht verholfen hatte. Nach heftigen Foltern - man wollte die Namen angeblicher weitere Fluchthelfer aus ihr herauspressen - wurde Zdenka zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Zwar kam sie im April 1955 durch eine Amnestie aus dem Gefängnis frei, aber sie starb schon bald an den Folgen der erlittenen Qualen.

Kanonisation: Zdenka Schelingová wurde während der Slowakei-Reise von Papst Johannes Paul II. am 14. September 2003 seliggesprochen.

Worte der Seligen

Von Schwester Zdenka sind Gedanken und Notizen erhalten. Darin heißt es unter anderem:

Am Morgen mache ich mir den Vorsatz: den ganzen Tag in allen Dingen mich selbst zu vergessen und mehr an andere zu denken. Solche Demut ist eine Quelle der Kraft. Mein Apostolat wird wirkungsvoll nicht am Maß äußerer Tätigkeit, sondern am Maß der Heiligkeit, zu der ich mich bewegen lasse. Es geht nicht darum, dass ich mein Leben den Menschen opfere, sondern darum, dass ich es zuerst Gott anbiete und erst danach auch den anderen. Ich will nicht Eroberin der Seelen sein, bevor mich Gott ganz zu sich genommen hat.
Mein Weg ist Liebe und Vertrauen zu Gott. Ich verstehe die Seelen nicht, die einen so zärtlichen Freund fürchten. Meine Seele ist berufen, sich Gott stets in Liebe zu nähern, nicht mühevoll auf der Leiter der Ehrfurcht. Für diejenigen, die Gott lieben, gibt es keine Furcht vor Gerechtigkeit. Gott kennt meine Schwäche, wovor soll ich mich fürchten? Die Erinnerung an meine Sünden demütigt mich, aber sie spricht auch von Liebe und Barmherzigkeit. Meine Sünden werden sofort gelöscht, wenn ich sie mit Zuversicht ins Feuer der Liebe werfe!
Welch eine Freude, unablässig Gott zu loben und so Christus eher durch das Beispiel als mit Worten zu verkünden! Christus müssen wir durch unser Leben bekennen, ihm unseren Willen sowie auch die Beherrschung unserer Sinne und des Herzens als Opfer bringen. Ständig kann man ihm auch unsere Arbeit, Schwierigkeiten und Fehltritte opfern.
Jeder muss den Knoten des Leids und der Schmerzen lösen. Den Knoten? Ja, denn wenn man an sich gebunden bleibt, kann man sich nicht bewegen. Nur dann gibt es keine Knoten mehr, wenn wir von allem gelöst sind.
Wenn die Seele wirklich den Herrn Jesus erkennt, ist sie zu allem willig. Unsere Gebete verknüpfen wir mit dem ununterbrochenen Gebet des Göttlichen Herzens. Wo seine Liebe ist, dort fehlt es weder an Nägeln, noch an Dornen und am Kreuz.
Gott gibt uns immer so viel Mut, so viel wir leiden, und wenn er uns Leid hinzugibt, gibt er uns auch Gnade hinzu, damit wir das Leid geduldig ertragen können.
Nichts kann mich ängstigen, auch nicht der Wind, der dichte Wolken bringt, denn das ist nur ein Augenblick. Aber meine Zuversicht wächst dann, denn ich weiß, dass hinter den Wolken meine geliebte Sonne ist.
Die Heiligkeit hängt nicht von verschiedenen Übungen ab, sondern von der Neigung des Herzens, die uns demütig macht und überzeugt von der eigenen Schwäche. Wir haben immer die Gewissheit, dass wir in Gottes Händen sind, und können uns ganz auf seine väterliche Güte verlassen.

Quelle: Selige Schwester Zdenka, Ihr Leben - Gebete - Gedanken. Bratislava 2003

Gebete von Zdenka Schelingová:

Mein liebster Jesus. Ich will den ganzen Tag so denken, sprechen und leiden, wie du immer gedacht, gesprochen und gelitten hast. Du hast gearbeitet und warst deinem himmlischen Vater gehorsam. So will auch ich dich lieben, loben und verehren. Ich will dir ununterbrochen für dein heiligstes und über alles schwere Leid, für deinen schmerzlichen Tod danken. Ich will in allem deinen heiligsten Willen erfüllen.

Mein Jesus, Barmherzigkeit! Mein Gott, ich möchte, dass jeder Herzschlag aufschwinge zu dir, meinem Ursprung und letztem Ziel, dass jeder Pulsschlag Gefühl einer lebendigen Reue über meine Sünden sei, dass jeder Atemzug ein Ausdruck vollkommener Liebe zu dir, meinem höchsten Gut, sei. Das alles wünsche ich mir im Tiefsten meiner Seele. Mein Gott, nimm meinen guten Willen an und stärke ihn mit deiner Gnade!

Quelle: Selige Schwester Zdenka, Ihr Leben - Gebete - Gedanken. Bratislava 2003

zusammengestellt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB,
Benediktinerabtei Schäftlarn,
für die Katholische SonntagsZeitung





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 09.10.2019

Quellen:

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.