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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

14. Dezember

1. † am Samstag, dem 14. Dezember 1591, entschlief in Ubeda in Andalusien, der heilige Priester und Kirchenlehrer Johannes vom Kreuz, Juan de la Cruz aus dem Orden der Karmeliter, der gemäß dem Rat der heiligen Teresa von Avila (15. Oktober 1582/1), als erster die Reform des Ordens in Angriff nahm, die er, durch unzählige Leiden und Mühen, außerdem herbe Widerwärtigkeiten, durchgehalten hat und, wie seine Schriften bezeugen, auf der Suche nach einem innerlichen, in Christus verborgenen Leben, von der Flamme der Liebe Gottes versengt, durch die dunkle Nacht den Aufstieg zum Berg Gottes emporstieg; 1579 erfolgte die Trennung der beiden Zweige, der Unbeschuhten von den normalen; er wirkte als Rektor in Baëza, in Granada und schließlich 1588 in Segovia, bis er schließlich, in Ubeda festgehalten und gequält, im Herrn die ewige Ruhe gefunden hat. Am 25. Januar 1675 erfolgte seine Seligsprechung, am 26. Dezember 1726 die Heiligsprechung und am 24. August 1926 seine Erhebung zum Kirchenlehrer.

2. † am Samstag, dem 14. Dezember 250, wurde in Alexandria die Serie der Blutzeugen der decischen Verfolgung fortgesetzt; die heiligen Märtyrer Heron, Atéus und Isidor, dazu der zwölfjährige Junge Dioskuros besiegten den Kaiser; die drei ersteren ließ der Richter, nachdem sie verschiedene Folterungen überstanden hatten, lebendig dem Feuer übergeben; den heiligen Dioskoros aber befahl er, nach vielfacher Geißelung, schwer verwundet wegzutragen; er wurde wieder gesund und blieb lebenslang das Vorbild eines Bekenners. Eusebius von Caesarea berichtet uns über sie.

3. † an einem 14. Dezember um 250, ebenfalls zur Zeit des Kaisers Decius, wurden in Apollonia in Bithynien, Paleochri, zu Blutzeugen, die heiligen Märtyrer Thyrsus, Leucius, Callinicus und ihre Gefährten. Nach der Überlieferung versuchte Leucius den Statthalter zu überzeugen, dass die vom Kaiser angeordnete Christenverfolgung unmenschlich und daher nicht zu vollstrecken sei, aber wurde sofort verhaftet, gegeißelt und enthauptet; Thyrsus versuchte dann, dem Statthalter in Ruhe zu erklären, wie Christen wirklich lebten, wurde sofort verhaftet und, an Händen und Füßen aufgehängt, der Grausamkeit der Henker ausgeliefert, die ihn so mit Steinen beschwerten, dass seine Gelenke ausgerenkt wurden, bis er schließlich starb; Callinicus war ein heidnischer Priester, der sich, durch das Beispiel der Märtyrer, mit den Christen solidarisch erklärte und daraufhin, in einen engen Holzkäfig eingesperrt, von den Henkern über Stunden langsam zersägt wurde und so die Bluttaufe empfing.

4. † an einem 14. Dezember um 300, wurde in Antiochia in Syrien, Antakije, die heilige Drosis zur Märtyrin, wie der heilige Johannes Chrysostomos (14. September 407/5) bestätigt, wurde sie im Feuer lebendig verbrannt.

5. † am Dienstag, dem 14. Dezember 308, wurden in Asqalon, am Mittelmeer im Heiligen Land, zu Blutzeugen, die heiligen Märtyrer Ares, Promos und Elias, die, als sie aus Ägypten unterwegs nach Cilicien waren, um dort die Bekenner Christi, zur Zeit der Verfolgung durch Kaiser Maximinus, zu besuchen und ihnen Hilfe zu leisten, in Caesarea am Meer aufgegriffen, grausam ihrer Augen und Füße beraubt, nach Asqalon verschleppt, auf Befehl des Statthalters Firmilianus, Ares lebendig verbrannt und die anderen enthauptet wurden und so ihr Martyrium vollendet haben.

6. † an einem 14. Dezember im 4. Jahrhundert, entschlief in Pavia, der heilige Bischof Pompeius, der nur wenige, aber dafür friedvolle Jahre, als Nachfolger des ersten Bischofs, des heiligen Syrus (9. Dezember, 4. Jahrhundert/2) sein Amt ausgeübt hat.

7. † am Samstag, dem 14. Dezember 407, wurden in Reims zu Blutzeugen, der heilige Bischof Nicasius, Νικασιος Siegreicher, Bischof von Reims, mit ihm seine leibliche Schwester Eutropia, Ευτροπια Wohlgeformte, die Christus geweihte Jungfrau, dazu dem Diakon Florentius, Mehr-Blühender, und dem Lector Jucundus, dem Vergnügten; sie wurden, vor dem Portal der von ihm gegründeten Basilika, von den auf sie einstürmenden arianischen Vandalen erschlagen; die Bevölkerung war vor ihnen geflohen, aber der Bischof wollte die Alten und Gebrechlichen, die nicht fliehen konnten, nicht verlassen.

8. † an einem 14. Dezember um 596, entschlief in Neapel, der heilige Abt Agnellus, Abt der Abtei vom heiligen Gaudiosus.

9. † an einem 14. Dezember nach 600, entschlief in Poitiers, der heilige Bischof Venantius Honorius Clementianus Fortunatus, 65 J., der vieler Heiligen Leben beschrieben hat und in großartigen Hymnen das heilige Kreuz verehrt hat. Gebürtig aus der Gegend um Treviso, studierte er in Ravenna. Dann wanderte er umher als Troubadur, Sänger weltlicher und geistlicher Lieder. 566 war er als Hofpoet in Metz bei König Sigebert, im Jahr darauf in Poitiers bei der von ihm hochverehrten Königin Radegunde; er blieb dort, empfing die Priesterweihe und wurde um 600 dort Bischof. Er gab, auf Anregung Gregors von Tours (17. November 594/7) in elf Büchern seine Carmina, Gesänge heraus; seine beiden Hymnen zur Ehren des heiligen Kreuzes Vexilla Regis prodeunt und Pangue lingua gloriosi proelium certaminis fanden sofort Aufnahme in die Karfreitagsliturgie und blieben hier bis heute, sein Osterhymnus Salve festa dies blieb weithin bekannt; nach der Prosa-Vita des heiligen Martin (11. November 397/1) von Sulpicius Severus dichtete er eine Fassung in Versen; in Prosa schrieb er die Viten vieler Heiliger, der von ihm so bewunderten heiligen Radegunde (13. August 587/4), Albinus von Angers (1. März, um 550/2), Hilarius von Poitiers (13. Januar 367/1), Marcellus von Paris (1. November, Ende 4. Jahrhundert/5), Germain von Paris (28. Mai 576/4), Paternus von Avranches (15. April, um 565/5), Severin von Bordeaux (21. Oktober, 5. Jahrhundert/5). Er gilt als der bedeutendste Dichter der Merowingerzeit.

10. † am Samstag, dem 14. Dezember 855, entschlief in Esquelbecq, Elskebeke, bei Dünkirchen, der heilige Bischof Folcuin, Saint Folquin, ein echter Vetter Karls des Großen, Bischof von Thérouanne.

11. † am Sonntag, dem 14. Dezember 1315, entschlief in Orvieto, der selige Priester Bonaventura von Pistorio, Bonaccorsi aus dem Orden der Serviten, der, berührt von der Predigt des heiligen Filippo Benizi (22. August 1285/4), diesem ein großer Helfer war in dessen Hauptarbeit, nämlich der Versöhnung und Friedensstiftung unter den verschiedenen Parteiungen in vielen Städten Italiens, vor allem der Ghibellini und der Guelfi.

12. † am Dienstag, dem 14. Dezember 1858, entschlief in Klifane im Libanon, der heilige Nimatullah al-Hardini, Youssef Kassab, 50 J., geboren in Hardin im Nord-Libanon, aus einer maronitischen Familie. Von 6 Kindern wurden vier Geistliche, Tanios wurde Pfarrer, Eliseo wurde Mönch und lebte 44 Jahre als Eremit, Msihieh wurde Mönch im Kloster Sankt Johann Baptist in Hrasch; unser Heiliger trat 20-jährig, 1828, bei den Maroniten ins Kloster ein. Von Kind an hatte ihn das Mönchsleben fasziniert, das er als Schüler in Houb kennenlernte. Ein Bruder seiner Mutter war Pfarrer in Tannourin und lebte in einer Gemeinschaft von Mönchen; ihn besuchte Youssef gern und oft, bei ihm lernte er das Chorgebet in der Klosterkirche kennen und lieben. Er verließ sein Elternhaus und schloss sich in Qozhaya den maronitischen Mönchen an. In der Nähe lag das Qadischa, heilige Tal. Nach seiner Profess im Jahr 1830 wurde er in das Kloster Sankt Cyprian und Justina in Kfifan gesandt, zum Studium der Philosophie und Theologie; es folgte eine weitere Studienzeit in Bhersaf im Kloster Schule unter der Eiche, wo hauptsächlich unentgeltlich Schüler erzogen wurden. 1840 und 1845 waren für den Libanon schwere Jahre des Bürgerkriegs, noch schlimmer wurde es 1860, als viele Kirchen und Klöster niedergebrannt und viele Maroniten ermordet wurden. Sein Bruder Eliseo, der Eremit, lud ihn zu sich in die Einsamkeit ein, aber er blieb bei den Verfolgten, selber ein Gehasster. Er sagte Die Hauptbeschäftigung für einen Mönch ist es, Tag und Nacht, keinen seiner Mitbrüder zu verwunden oder zu verletzen. So betete er täglich den Rosenkranz, zusammen mit den anderen Mönchen, und fastete viel, um den Frieden in seinem Volk zu erflehen. 1845 wurde er vom Heiligen Stuhl zum General-Assistenten seines Ordens ernannt, 1850 zum zweiten Mal, 1856 zum dritten mal. Er schickte seine jungen Mönche in das von den Jesuiten neu gegründete Kolleg in Ghazir. 1853 ging er nach Kfifan um dort Professor für Moraltheologie zu werden. Er wohnte im Generalat im Kloster Unserer Lieben Frau von Tamich. Unter seinen Schülern war der heilige Youssef Sarbellius Makhluf († 24. Dezember 1898/8; Gedenktag 24. Juli/1), auch kannte er gut die heilige Rafqa, Rebecca, ar-Rayyas de Himlaya (23. März 1914/11). Im Dezember 1858 holte er sich in der Winterkälte eine Lungenentzündung, die zu seinem Tode führte. Er wurde am 16. Mai 2004 heiliggesprochen.

13. † am Donnerstag, dem 14. Dezember 1876, entschlief in ihrer Geburtsstadt Aachen, die selige Jungfrau Franziska Schervier, 57 J., die von Kindheit an selber Armen und Bedürftigen half und immer schon Helferinnen und Mitarbeiterinnen suchte und fand; sie hat 1845 die Genossenschaft der Armen Schwestern vom heiligen Franziskus gegründet, deren Schwestern segensreiche Helferinnen sind in vielen Ländern der Erde. Sie wurde am 28. April 1974 im Petersdom von Papst Paul VI. seliggesprochen.

14. † am Montag, dem 14. Dezember 1936, wurde in Barcelona ermordet, der selige Bruder Protacio Antonio Cubells Minguell, 55 J., vom Orden des heiligen Juan de Dio, der KurienAls römische Kurie (von lateinisch curare = „pflegen, sich kümmern”) werden seit dem 11. Jahrhundert die Leitungs- und Verwaltungsorgane der katholischen Weltkirche in Rom genannt. Die Kurie ist für die Gesamtkirche zuständig, nicht für die Regierung des Staates Vatikan.sekretär der Ordensprovinz Arragon war.

Aachen, Köln: Franziska Schervier: 14


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 21.11.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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