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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

9. Dezember

1. † am Sonntag, dem 9. Dezember 1548, entschlief auf dem Hügel Tepeyac, bei Mexico-City, der heilige Juan Diego Cuauhtlatoatzin, 74 J., ein einheimischer Indio, erst vor kurzer Zeit getauft, ein mit lauterstem Glauben begabter Mann, der es durch seine Demut und seine Feurigkeit erreichte, dass auf diesem Hügel sofort 1531, zur Ehren der Allerseligsten Jungfrau Maria von Guadalupe, Nuestra Señora de Tepeyac, de Guadalupe (12. Dezember/1), ein kleines Heiligtum, ermita, vom Bischof Juan de Zumárraga, einem Franziskaner, gebaut wurde dort, wo sie Juan Diego erschienen ist (vom 9. bis 12. Dezember 1531), woher er das nicht von Menschenhand gemalte Gnadenbild in seinem Umhang mitgebracht und wo er schließlich auch entschlafen ist. Nach gründlicher kirchlicher Untersuchung des Gnadenbildes und der Berichte, um 1666, wurde die große Wallfahrt kirchlich gutgeheißen und 1695 - 1709 die Basilika errichtet, die abgelöst wurde von der 1974 - 1976 errichteten Basilica Nova, die 22.000 Pilgern Platz bietet. Der Name Guadalupe verdrängte bald den ursprünglichen Namen des Hügels Tepeyac; er wurde gewählt, weil das Marienbild eine große Ähnlichkeit hat mit dem Gnadenbild Unserer Lieben Frau von Guadalupe in Spanien; dies hat zum ersten mal der heilige Seher seinem Bischof Zumárrago gesagt, als er am 12. Dezember bei ihm war und das Gnadenbild auf seinem Umhang mitbrachte; als er mit ihm sprach, zeigte er auf ein Bildnis der spanischen Madonna von Guadelupe, das der Bischof auf einem seiner Gewänder trug. Sie ist Patronin von Mexiko und von ganz Latein-Amerika. Papst Johannes-Paul II. hat das Gnadenbild am 27. Januar 1979 zum ersten mal besucht, am 6. März 1990 dort Juan Diego seliggesprochen und ihn am Mittwoch, dem 31. Mai 2002, in der neuen Wallfahrts-Basilika in Mexiko-City heiliggesprochen.
Siehe auch 12. Dezember/1

2. † an einem 9. Dezember um 304, wurde in Toledo die heilige Jungfrau und Märtyrin Leicadia zur berühmten Zeugin Christi, durch ihr Bekenntnis und ihr Blutzeugnis.

3. † an einem 9. Dezember im 4. Jahrhundert, entschlief in Pavia, in Ligurien, der heilige Bischof Syrus, der erste Bischof dieser Stadt.
San Siro war der erste Bischof von Pavia Er lebte etwa Mitte des 4. Jahrhundert Er zeichnete sich aus signis et virtutibus, durch Zeichen und Wunder wie vor ihm die Apostel (Apg 8, 13; 2. Kor 12, 12; 2. Thess 2, 9). Seine Vita wurde erst im 8. Jahrhundertverfasst. Danach war er Schüler des Hermagoras (12. Juli, 3. Jahrhundert/2), des ersten Bischofs von Aquilea, der wieder des heiligen Evangelisten Markus (25. April/1) Schüler gewesen. Eine Chronik um 1330 macht aus ihm den Jungen, der seine fünf Gerstenbrote und zwei Fische Jesus schenkte (Joh 6, 9). 1875 wurde in der ältesten Kirche Pavias, Santi Gervasio und Protasio (19. Juni 386/2: translatio) eine Grabplatte mit der Aufschrift SVRVS EPC aufgefunden. Die Reliquien wurden im 9. Jahrhundert überführt in die Kathedrale. Als der Patron der Lombardei wird er noch heute verehrt in der Kathedrale von Pavia.

4. † am Mittwoch, dem 9. Dezember 375, entschlief in Nazians, Nenisi, die heilige Gorgonia, eine Familienmutter, die Tochter des heiligen Gregor von Nazians des Älteren (1. Januar 374) und seiner Frau, der heiligen Nonna (5. August 374/5), die ihn bekehrt hat, der dann 328 Bischof von Nazianz wurde und eine große Kathedrale baute; er neigte zum Arianismus, wurde aber davon bekehrt durch seinen Sohn Gregor von Nazianz den Jüngeren, des Theologen (25. Januar 379/6 und 2. Januar/1), also den einen Bruder der Gorgonia, die verheiratet war und Mutter von sechs Kindern, geistlich geführt vom heiligen Basilius dem Großen (1. Januar 389/1). Ein weiterer Bruder von Gorgonia war der heilige Arzt Caesarius von Nazians (25. Februar 369/2).

5. † an einem 9. Dezember um 526, entschlief in der später nach ihm benannten Abtei Saint Cyprien, bei Périgueux, der heilige Abt Cyprian, berühmt durch seine Sorge für die Kranken.

6. † am Dienstag, dem 9. Dezember 1631, wurde in Mainberg bei Schonungen am Main, zu Tode gefoltert, der heilige Priester und Märtyrer Liborius Wagner, 38 J., geboren in Mülhausen, Thüringen, in streng protestantischer Familie, der, nach seinem Studium, 1621 sich erfolglos bewarb um eine Lehrerstelle in Mülhausen, dann begann Theologie zu studieren in Würzburg, dann konvertierte bei den Jesuiten. 1625 empfing er die Priesterweihe in Würzburg. 1626 wurde er Pfarrer in Altenmünster bei Schweinfurt. 1631 wurde er von schwedischen Soldaten nach Mainberg bei Schonungen verschleppt, erfolglos aufgefordert dem katholischen Glauben abzuschwören und ist dort nach fünftägiger Folter als Märtyrer gestorben. Sein Leichnam wurde in den Main geworfen und erst nach Monaten von Fischern aufgefunden und geborgen. Seine Gebeine ruhen in der Pfarrkirche von Heidenfeld im Kreis Schweinfurt.

7. † am Sonntag, dem 9. Dezember 1640, entschlief in Gray in Burgund, der heilige Priester Pierre Fourier, 75 J., geboren in Mirecourt im damals noch freien und unabhängigen Lothrigen; er trat 20-jährig ein bei den Regular-Kanonikern des heiligen Augustinus und versuchte die Disziplin zu erneuern, war zuerst erfolglos und wurde vertrieben; dann wurde er Pfarrer der heruntergekommenen, fast nur noch calvinistischen, Pfarrei Mattaincourt in Lothringen, la petite Génève genannt. Als außerordentlich fleißiger Pfarrer wirkte er für seine Pfarrei. Zur Glaubensverkündigung besonders an die Mädchen gründete er 1628 die Kanonikerinnen des heiligen Augustinus von Unserer Lieben Frau, aus denen die Congrégation de Notre-Dâme wurde. Aus politischen Gründen - Kardinal Richelieu wollte Lothringen unbedingt Frankreich einverleiben - scharf verfolgt, musste er die letzten vier Lebensjahre von Ort zu Ort fliehen, seine Pfarrei wurde indessen mehrmals geplündert. Sein letzter Zufluchtsort wurde Gray, wo er entschlief mit den oft wiederholten Worten: Nous avons un bon Maître et une bonne Souveraine, Wir haben einen guten Meister und eine gute Fürstin.

8. † am Samstag, dem 9. Dezember 1911, entschlief in Moricone, im Sabinergebiet, der selige Priester Bernardo Maria da Jesus, Cesare Silvestrelli, 80 J., gebürtiger Römer, aus der Gesellschaft der Passionisten, geboren in Rom; er wurde in Monte Argentario 1855 zum Priester geweiht und begann kurz danach sein Noviziat bei den Passionisten in Morrovalle; dort war sein Kursgefährte der heilige Gabriel von der Schmerzreichen Mutter, Gabriel Possenti (27. Februar 1862/12), der Generaloberer wurde. Er selber hatte mehrere leitende Funktionen in der Gemeinschaft, er war Hausoberer, Studienleiter, Novizenmeister, Provinzialoberer und zweimal Generaloberer (1878 - 1888 und 1893 - 1907). Durch seine begnadete Führung wurden in jenen Jahren sechs neue Provinzen der Genossenschaft gegründet, abgesehen von der in zwei Provinzen, Italien und Frankreich, notwendigen Erneuerung der durch staatliche Knebelung unterdrückten Gliederungen der Passionisten. Als er 1907 sein hohes Amt aufgab und sich nach Moricone zurückzog, ernannte der Papst ihn zum Ehren-Generaloberen, superior generalis honoris causa. Papst Johannes-Paul II. hat ihn 1988 seliggesprochen.

9. † am Mittwoch, dem 9. Dezember 1936, wurde in Llombay Algemesi, Valencia, erschossen, der selige Priester und Märtyrer José Ferrer Esteve aus der Gesellschaft der Piaristen.
Siehe auch 25. Juli, 18/12

10. † am selben Mittwoch, dem 9. Dezember 1936, wurden in Picadero de Paterna, Valencia, erschossen
• der selige Priester und Märtyrer Recaredo de los Rios Fabregat, 43 J.,
• der selige Priester und Märtyrer Julián Rodriguez Sanchez, 40 J., und
• der selige Priester und Märtyrer José Giménes López, 32 J.,
alle Mitglieder der Gesellschaft der Salesianer und verdienstvolle Erzieher an ihren Schulen.
Siehe auch 29. Dezember, 11/219 - 221

Trier: Eucharius: 8. November/4
Würzburg: Liborius Wagner: 6
Metz: Pierre Fourier: 7


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Wikipedia: Artikel über Martyrologium Romanum - Flori-Legium: 9. Dezember

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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 21.11.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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