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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

27. Februar

1. † am Mittwoch, dem 27. Februar 250, wurden in Alexandria zu Blutzeugen, die heiligen Märtyrer Julian und Cronion Eunus. Julian war gelähmt, so dass er weder stehen noch gehen konnte, sondern nur von zwei Dienern gestützt sich etwas fortbewegen konnte; er wurde, zur Zeit der Verfolgung durch Kaiser Decius, von zwei Dienern in einem Stuhl vor den Richter getragen; der eine verleugnete seinen christlichen Glauben, der andere blieb, zusammen mit seinem Herrn, bei seinem Bekenntnis. Sie wurden zuerst auf Kamelen durch die ganze Stadt geführt, dann mit Geißeln zu Tode geprügelt. Zugleich mit ihnen wurden auch Macharius und Besas, insgesamt 13 Märtyrer, zugrundegerichtet, wie dem Bericht von Erzbischof Dionysios dem Großen, (8. April 265/5) zu entnehmen ist.

2. † ebenfalls am Mittwoch, dem 27. Februar wurde in Alexandrien enthauptet, der heilige Märtyrer Besas, ein Soldat, weil er versuchte, die Beleidigungen der Märtyrer Julian und Eunus zu verbieten; er wurde deswegen dem Richter vorgeführt, bekannte sich auch zu Christus und wurde deswegen hingerichtet.

3. † an einem 27. Februar im 4. Jahrhundert, wurde in Rouen für Christus hingerichtet, die heilige Jungfrau und Märtyrin Honorina, Sainte Honorine. Ihre Reliquien werden von der Normandie bis nach Conflans-Saint-Honorine im Ile-de-France an mehreren Orten verehrt.

4. † am Samstag, dem 27. Februar 650, entschlief in Lyon, der heilige Subdiakon Baldomer, ein ganz Gott hingegebener Mann.

5. † am Freitag, dem 27. Februar 750, entschliefen in Konstantinopel zwei Sieger, der heilige Basilius der Bekenner, Mönch und Bischof von Para, und der heilige Prokop Dekapolitos, Eremit aus der Dekapolis, Δεκαπολις in der Süd-Türkei. Beide waren Mönche in Konstantinopel, wurden zusammen verhaftet und bis zum Tod des bilderfeindlichen Kaisers Leo III. des Isauriers, im Jahr 741, in Haft gehalten, danach freigelassen.

6. † am Samstag, dem 27. Februar 1003, entschlief im Kloster Narek in Armenien, der heilige Mönch Gregor, ein hochgelehrter Armenier, berühmt durch seine Lehre, seine Schriften und seine mystischen Gaben.

7. † am Sonntag, dem 27. Februar 1149, entschlief in Messina auf Sizilien, der heilige Abt Lukas, Abt des Klosters vom Allerheiligsten Erlöser, nach der Tradition der orientalischen Mönche.

8. † am Dienstag, dem 27. Februar 1601, wurde in London gehenkt,
• die heilige Witwe und Märtyrin Anne Line, Lyne, geborene Higham, Heigham, Tochter eines Calvinisten aus Dunmow in Essex. Als sie und ihr Bruder bekannt gaben, dass sie katholisch werden wollten, wurden sie enteignet und enterbt. Sie heiratete den Konvertiten Roger Line, sie wurden ausgewiesen und zogen nach Flandern ins Exil. Nach seinem Tod 1594 kehrte sie als Witwe zurück nach London und leitete dort das vom Jesuiten John Gerard beschaffte Haus für katholische Priester im Untergrund. Am 26. Februar wurde sie verhaftet, angeklagt und trotz fehlender Beweise verurteilt. Sie wurde am 27. Februar hingerichtet.
Siehe auch 4. Mai, 6/25

Zugleich mit ihr wurden nach dem üblichen grausamen Verfahren hingerichtet, also nicht nur gehenkt, sondern außerdem lebendig ausgewaidet und dann gevierteilt
• der selige Benediktiner, Priester und Märtyrer Marc Barkworth, geboren in Lincolnshire, 29 J.; er studierte in Oxford, konvertierte, ging 1594 nach Douai, studierte ab 16. Dezember 1596 am English College in Rom, dann am Royal College of St. Alban in Valladolid und wurde 1599 zum Priester geweiht. Auf seiner Reise nach England blieb er kurze Zeit in der Benediktinerabtei Hyrache in Navarra, wäre gern dort eingetreten, aber wurde nur als Oblate aufgenommen, mit der Zusage, falls er in England zum Märtyrer würde, dürfe er vor seiner Hinrichtung die Gelübde ablegen und würde so in den Orden aufgenommen. Er kehrte zurück nach England, zusammen mit dem heiligen Thomas Garnet (23. Juni 1608/9). Sofort bei der Landung wurde er entdeckt, verhaftet und in Newgate eingekerkert, nach sechs Monaten verlegt nach Bridewell, verurteilt und nach Tyburn gebracht, unterwegs sang er die österliche Antiphon aus dem 117. (118.) Psalm, Vers 24: Haec dies quam fecit Dominus, exultemus et laetemur in ea - An diesem Tag, den der Herr gemacht hat, lasset uns an im jauchzen und uns freuen. An der Hinrichtungsstätte angekommen küsste er das Gewand der Anne Line, die bereits tot noch am Galgen hing, und sagte: Ah, sister, thou hast got the start of us, but we will follow thee as quickly as we may - Ach, Schwester, du hast für uns den Anfang gemacht, wir werden dir sobald möglich nachfolgen. Dann wandte er sich an das umstehende Volk und sagte: I come here to die, being a catholic priest, and a religious man, belonging to the order of saint Benedict; it was by that same order that England was converted - Ich komme hierher zu sterben, als katholischer Priester und Ordensmann des Benediktinerordens, durch denselben Orden ist England bekehrt worden. Dann wurde er gehenkt, ausgewaidet und gevierteilt. Er wurde seliggesprochen am 15. Dezember 1929.
Siehe auch 4. Januar, 10/87
• der selige Jesuit, Priester und Märtyrer Roger Filcock, Arthur Nayler, geboren in Sandwich in Kent, 31 J., studierte in Reims und Valladolid, wurde dort 1597 zum Priester geweiht, wurde dann, 1598 in England zurück, Mitglied der Gesellschaft Jesu, wurde verhaftet, verurteilt und dann in Tyburn gehenkt, ausgewaidet und gevierteilt. Seine Seligsprechung erfolgte 1987 durch Papst Johannes-Paul II.
Siehe auch 12. Februar, 7/66.

9. † am Donnerstag, dem 27. Februar 1603, wurde in London-Tyburn gehenkt, ausgewaidet und gevierteilt, der selige Priester und Märtyrer William Richardson, der in Hispali in Spanien für England die Priesterweihe empfangen hat und als letzter Priester-Märtyrer unter Elizabeth I. hingerichtet worden ist.
Siehe auch 4. Januar, 10/91.

10. † am Dienstag, dem 27. Februar 1855, entschlief in ihrem Geburtsort Sansellas auf Mallorca, die selige Jungfrau Francisca Ana Cirer y Carbonell, Schwester Francisca-Ana de los Dolores de Maria, von der Schmerzhaften Jungfrau, 74 J., die weder lesen noch schreiben konnte, aber vom göttlichen Eifer angeregt sich den Werken des Apostolates und der Caritas widmete und die, 70-jährig, am 7. Dezember 1851, in ihrem Haus die Gemeinschaft der Caritasschwestern, Hermanas de la Caridad di San Vicente de Paul gegründet hat. Papst Johannes Paul-II. hat sie am 1. Oktober 1989 seliggesprochen.

11. † am Donnerstag, dem 27. Februar 1862, entschlief in Isola de Gran Sasso in den Abruzzen
der heilige Gabriele dell’ Addolorata, von der Schmerzreichen Jungfrau, Francesco Possenti, 24 J., geboren in Assisi; er war ein auffallend lebenslustiger Schüler in Spoleto, folgte dann aber 18-jährig dem Ruf Gottes und trat in Morrovalle ins Kloster bei den Passionisten ein; er war schon krank, aber von einer so leuchtenden Frömmigkeit, dass er trotzdem aufgenommen und auf die Priesterweihe hin studieren konnte. Er starb an der Tuberkulose. Bei seinem Grab wurde eine große Pilgerkirche gebaut; er wurde 1920 heiliggesprochen, 1926 zum Patron der Jugend Italiens und 1959 zum Hauptpatron der Abruzzen ernannt.

12. † am Mittwoch, dem 27. Februar 1884, wurde in ihrer Geburtsstadt Marseille ermordet, die selige Marie Deluil-Martiny, die 1873 die Filles du Coeur de Jésus, Herz-Jesu-Töchter, gründete für die Ewige Anbetung des Allerheiligsten Sakramentes. Sie wurde ermordet von einem Anarchisten, dem Gärtner des Klosters, und vollendete so ihre Verbundenheit mit dem Leiden des Herzens Jesu.

13. † am Samstag, dem 27. Februar 1943, entschlief in Pasto, Kolumbien, die selige Jungfrau Maria Caridad Brader, 82 J., geboren in Kaltbrunn, Sankt Gallen in der Schweiz, getauft auf die Namen Maria Josefa Karolina. Sie erhielt eine gediegene Erziehung durch Ordensschwestern, in Altstätten durch die Drittordensschwestern von heiligen Franziskus, in Sarnen durch die Benediktinerinnen und in Fribourg durch die Schwestern von der Heimsuchung des heiligen Franz von Sales. 20-jährig trat sie in ihrem Geburtsort bei den Schwestern ihrer Elementarschule ein, den Drittordens-Franziskanerinnen, aber in deren beschaulichem Zweig, bei den Klausurschwestern; bei der Einkleidung erhielt sie den Namen Maria Charitas von der Liebe des Heiligen Geistes. Als, Ende des 19. Jahrhundert, die Kirche den Klausurschwestern erlaubte, in die Missionsarbeit mit einzusteigen, erhielten die Franziskanerinnen in Altstätten einen Brief vom Bischof von Portoviejo in Ecuador, dem Vinzentiner Peter Schumacher, mit der Bitte um Hilfe. Die Oberin, Maria Bernarda Bütler (19. Mai 1924/14) ging selber, mit fünf Gefährtinnen, 1888 nach Chone in Ecuador, fünf Jahre später gründete Schwester Charitas, Caridad, ein Tochterkloster in Túquerres in Kolumbien. 1894 gründete sie, unter der Leitung des deutschen Paters Reinaldo Herbrand, zusammen mit Schwester Maria Bernarda, die Ordensgemeinschaft Congragación de Franciscanas de María Inmaculada - Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis. Viele Berufungen aus der Schweiz, aus Österreich und Deutschland kamen nach Ecuador und Kolumbien, um an der Erziehungsarbeit dort missionarisch teilzunehmen. Sie war Generaloberin 1893 - 1919 und 1928 - 1940. Im Jahr 1933 kam aus Rom die endgültige Approbation. Sie entschlief plötzlich, nach kurzer Krankheit, aufgezehrt durch ein langes Leben voller missionarischen Dienens. Sie wurde am 23. März 2003 seliggesprochen.


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 00.00.2014
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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