Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

15. März

1. † am Samstag, dem 15. März 251, wurde in Pario im Hellespont, am Ufer des Schwarzen Meeres, enthauptet, der heilige Färber Meningnus, nachdem die Folterknechte ihm die Finger und Zehen einzeln abgehauen hatten; so erhielt er die Märtyrerkrone durch Ertragen der Folterqualen, die er zur Zeit des Kaisers Decius erlitten hat.

2. † am Mittwoch, dem 15. März 752, entschlief in Rom, der heilige Papst Zacharias, der den Ansturm der Langobarden aufhielt, die Franken politisch aufwertete und sie einlud ihm militärisch zu helfen, die Mission in Germanien durch Unterstützung des heiligen Bonifatius (5. Juni 754/1) und Errichtung von Kirchen förderte, die enge Zusammenarbeit mit den Griechen - er war der letzte der griechischstämmigen Päpste - fortsetzte und die Kirche Gottes mit einem Höchstmaß an Wachsamkeit und Klugheit führte.
Siehe auch 29. Februar, 1/66

3. † am Mittwoch, dem 15. März 859, wurde in Cordoba enthauptet, die heilige Jungfrau und Märtyrin Leocritia, die, aus muslimischer Familie stammend, insgeheim Christin wurde und sich im Haus des heiligen Priesters Eulogius (11. März 859/9) versteckt hielt, mit diesem zusammen verhaftet wurde und vier Tage nach ihm ihr Martyrium vollendete.
Siehe auch 3. Juni, 9/48

4. † am Dienstag, dem 15. März 1082, entschlief in seiner Abtei Cardena, im Bistum Burgos, der heilige Abt Sisebutus, der seine Benediktinerabtei zu einem Zentrum kirchlicher und weltlicher Kultur machte; er versteckte den berühmten christlichen Freiheitskämpfer gegen den Islam, den Cid, Rodrigo Díaz de Vivar, in seinem Kloster.

5. † am Dienstag, dem 15. März 1583, in York gehenkt, ausgewaidet und gevierteilt, der selige Priester und Märtyrer William Hart, 25 J., der protestantisch erzogen wurde, nach Erlangung seines Bachelor-Grades in Oxford katholisch wurde und nach Douai, Reims und Rom ging, um sich auf die Priesterweihe vorzubereiten. 1581 empfing er die Priesterweihe und kehrte als Heimatmissionar nach England zurück. Er wurde von einem abgefallenen Katholiken verraten und im Haus der heiligen Margaret Clitherow (25. März 1586/12) Weihnachten 1582 verhaftet und eingekerkert. Er wurde 1886 seliggesprochen.
Siehe auch 4. Januar, 10/18

6. † am Montag, dem 15. März 1660, entschlief in Paris, die heilige Witwe Louise de Marillac, 68 J., die, 13-jährig Kapuzinerin werden wollte, aber nicht angenommen wurde, 22-jährig heiratete, 1624 sich der Führung des heiligen Vincent von Paul (27. September 1660/1) anvertraute, im Dezember 1625 Witwe wurde und in ihrem Haus ein strenges Leben wie im Kloster einführte. Der heilige Vinzenz hatte 1625 eine Priestergemeinschaft gegründet, die er Lazaristes nannte, nach dem alten Prioratshaus in Paris, das Saint-Lazare hieß. 1634 gründete er, zusammen mit Louise de Marillac, die Compagnie des Filles de la Charité, Töchter von der Caritas, die aber im Volk allgemein Sœurs de Saint Vincent de Paul, Vinzentinerinnen genannt werden, zur Hilfe und Erziehung von Findelkindern, Waisenkindern und armen Mädchen. Sie hatte im Jahr davor mit der Vorbereitung begonnen und etwa 12 einfache und fromme Mädchen vom Land in ihr Haus nach Paris geholt, die ihre Mitarbeiterinnen werden sollten, aber ihre Gelübde jeweils nur für ein einziges Jahr ablegten. Die Congrégation breitete sich sehr schnell aus und hat unendlich viel Gutes getan. Papst Benedikt XV. hat sie am 9. Mai 1920 seliggesprochen, Papst Pius XI. sie am 11. März 1934 heiliggesprochen und Papst Johannes XXIII. (3.Juni 1963/19) sie 1960 zur Patronin der christlichen Sozialdienste ernannt.

7. † am Mittwoch, dem 15. März 1820, entschlief in Wien, der heilige Priester Clemens Maria, Johannes Hofbauer, 68 J.. Geboren in Taßwitz, Tasovice, heute Tschechien, war er Bäckerlehrling in Znaim, konnte durch die Hilfe von Wohltäterinnen Theologie studieren, trat in Rom, anlässlich einer Fußwallfahrt mit einem Freund in die Heilige Stadt, 33-jährig in den Redemptoristenorden ein und wurde 34-jährig zum Priester geweiht. Er ging nach Warschau und gründete und festigte dort den Redemptoristenorden, wurde aber, nach 20Jahren 1806 von Napoleon vertrieben und sein Werk aufgelöst. Ab 1808 lebte er in Wien und führte dort seinen Orden ein. Um ihn bildete sich der Hofbauer-Kreis, Wiener Romantiker und Konvertiten, unter ihnen Friedrich Schlegel und Joseph von Eichendorff. Er erneuerte in Wien und ganz Österreich die Seelsorgsmethoden, indem er Hausbesuche, Heimabende, Presseapostolat einführte. Sein Grab ist in der Kirche Maria am Gestade. Papst Pius X. (20. August 1914/9) hat ihn 1909 heiliggesprochen. Er ist der Stadtpatron von Wien.

8. † am Montag, dem 15. März 1948, entschlief in Przemysl in Polen, der selige Priester Jan Adalbert Balicki, 79 J., der unermüdlich der Kirche gedient hat, besonders als Verkünder des Evangeliums und Helfer gefallener Mädchen. Papst Johannes-Paul II. hat ihn am 18. August 2002 in Krakau seliggesprochen.

9. † am Donnerstag, dem 15. März 1951, entschlief in Bahia Blanca in Argentinien der selige Artemide Zatti, 70 J., geboren in Boretto, Regio Emilia in Italien, 9-jährig mit den Eltern wegen Armut ausgewandert nach Bahia Blanca in Argentinien. Dort lernte Artemide bei den Salesianern, half als Junge dem Salesianer-Pfarrer in der Kirche und begann 20-jährig sein Postulat bei den Salesianern in Bernal. Ein junger Priester, dem er assistierte, litt an Tuberkulose und steckte ihn an. Er kam zur Heilung in das Haus der Salesianer nach Viedma. Gerne wäre er Priester geworden, aber, gesundheitlich zart, verzichtete er und legte seine Gelübde als Laienbruder ab. Er diente im Krankenhaus zuerst in der Hausapotheke, dann musste er als Vize-Direktor die ganze Verantwortung über die Verwaltung auf sich nehmen, da der bis dann zuständige Salesianerpater gestorben war. Unermüdlich kümmerte er sich, neben den vielen Verwaltungaufgaben, persönlich in der Krankenpflege um die Leidenden, in denen er den leidenden Christus sah. 1950 stürzte er von einer Treppe und verletzte sich schwer, dazu kam die Diagnose, dass er an Krebs litt. Soweit seine abnehmenden Kräfte eben reichten, half er noch mit in der Krankenpflege, bis er selber zu krank war und schließlich, bei vollem Bewusstsein, umringt von seinen Mitbrüdern und Genesenden, sanft entschlief. Seine sterblichen Überreste wurden beigesetzt in seiner Klosterkapelle in Viedma. Er wurde am 14. April 2002 seliggesprochen.

Wien: Clemens Maria Hofbauer: Fest: 7


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 00.00.2014
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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