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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

25. September

1. † Gedenktag des heiligen Cleophas, eines Jünger des Herrn, der mit brennendem Herzen zuhörte, wie am Nachmittag des Ostersonntags, der Auferstandene Jesus ihm und seinem Mitwanderer, als sie unterwegs nach Emmaus waren, den Sinn der Schrift erschloss und sich schließlich offenbarte beim Brechen des Brotes (Lk 24, 13 - 33). Die Suche nach dem wahren Emmaus ist alt, aber eine neue Alternative möglicherweise die beste, weil wahre. Seit byzantinischer Zeit gilt das alte Amwas, 30 km westlich von Jerusalem, am Fuß der Beth-Horon-Steige, seit 221 Νικοπολις, Nikopolis, wo auch Reste einer Basilika mit Taufkapelle ausgegraben sind, an der alten Straße von Jaffa nach Jerusalem, gerade wo sie die Ebene verlässt und ins Bergland hineinführt. Heute leben neben der Ruine die Trappistenmönche von Latrun. Origenes und Hieronymus (30. September 420/1) hielten diesen Ort für das echte Emmaus. Abgesehen von der Namensähnlichkeit ist das Alter bezeugt durch die Nennung dieses Αμμαους, Amwas im 1. Makkabäerbuch 4,3. Aber die Entfernung, sechzig Stadien, stimmt nicht. Mit der zwischenzeitlich erfolgten Verlegung der Hauptstraße durch die Kreuzfahrer, wurde eine andere Stelle gesucht und gefunden, nämlich im heutigen El Qubeibe, 13 km nordnordwestlich von Jerusalem; für die Franziskaner und also für die Katholiken wurde dies seit dem 14. Jahrhundert das Emmaus des Lukasevangeliums. Aber wieder stimmt die Entfernung nicht. Auf dem Giebel, beginnend und endend mit der Vorderseite der beiden kleineren Türme der Franziskanerkirche steht in großen Lettern der Text Lk 24,13: Erant duo. Emmaus, Es waren zwei. Es gab zwei Emmaus, also Amwas und El Qubeibe. Das dritte Emmaus aber war, seit dem 11. Jahrhundert der Ort Kolonja, westlich von Jerusalem, der 1948 verschwunden ist, dessen Gebiet auf dem heutigen Moza liegt, eine römische Colonia für Veteranen im Jahr 70, nach der Eroberung Jerusalems. Der am 15. Dezember 2004 in Paderborn 51-jährig entschlafene Professor Carsten Peter Thiede, Professor in Basel und Beer Sheba, konnte durch seine neuesten Ausgrabungen, begonnen im August 2000, nachweisen, dass nahe bei Moza, 60 Stadien von Jerusalem entfernt, ununterbrochen besiedelt war ein benjaminitischer Ort namens Emmaus oder Moza, nach zwei Texten in der Mishna, in dem die geschriebenen Konsonanten vokalisiert werden können als Moza oder Amwas, besiedelt auch in lukanischer Zeit, überlagert durch die vespasianische Veteranen-Colonia, dann weiter in byzantinischer Zeit, in arabischer Zeit und bis in die Kreuzfahrerzeit. Irgendwann nach dem 2. Jahrhundert wurde der alte Namen Emmaus vergessen und hat sich nur als Moza vokalisiert versteckt erhalten. Zweimal wird in der Mishna Emmaus genannt: in Arakhin 2, 4 als Wohnort von strenggläubigen Tempelmusikern, und in Kerithoth 3, 7 zu eine Gespräch Rabbi Akibas auf dem Marktplatz von Emmaus.

2. † an einem 25. September, entschlief in Amiens, der heilige Firmin, der als erster Bischof von Amiens angesehen wird und dort zum Märtyrer geworden sein soll.

3. † an einem 25. September im 4. Jahrhundert wurde in Damaskus eine ganze Familie hingerichtet, weil sie christlich war, die heiligen Eltern Paulos und Tatta und ihre vier Söhne Sabinianos, Maximus, Rufus und Eugenios.

4. † an einem 25. September vor 511, entschlief in Chartres, der heilige Bischof Solemnis, Saint Solenne, ein Ratgeber Chlodwigs, der auch bei dessen Taufe durch den heiligen Remigius (13. Januar um 530/4), zusammen mit dem heiligen Vaast, Vedastus (6. Februar um 540/6) mit anwesend war.

5. † an einem 25. September um 505, entschlief in Soissons, der heilige Bischof Principius, ein Bruder des heiligen Remigius (13. Januar um 530/4).

6. † an einem 25. September um 630, entschlief in Cork, Irland, der heilige Bischof Finbar, Fion-Bar = Weiß-Haupt.

7. † am Mittwoch, dem 25. September 603, entschlief in Auxerre, der heilige Bischof Aunacharius, Aunarius, Saint Auchanaire, Aunaire, der an mehreren SynodenSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. teilnahm und die liturgische und moralische Disziplin förderte.

8. † an einem 25. September, um 670, entschlief in seiner Klostergründung Cusance, zwischen Besançon und Belfort, der heilige Abt Ermenfridus, Saint Ermenfroy, etwa 70 J., am Hof erzogen, Benediktiner in Luxeuil unter Eustasius (2. April 629/7) und Waldebertus (2. Mai, um 667/5), der vor 636 Gründerabt von Cusance wurde.

9. † am Mittwoch, dem 25. September 1392, entschlief in Sagorsk, 60 km von Moskau, im Dreifaltigkeitskloster, Troize-Sergijewo, der heilige Mönch Sergius von Radonez, Sergej Radonetschkij, 78 J., der 22-jährig als Eremit in den Wäldern bei Radonesch sein Leben für Gott allein begonnen, nach acht Jahren sich den Mönchen angeschlossen hat, der das Dreifaltigkeitskloster gebaut hat und, zum HegumenosEin Hegumenos (griech.„ἡγούμενος, Führer / Leiter”) ist in den orthodoxen Kirchen der Vorsteher eines Klosters, entsprechend etwa dem westlichen Probst. Er steht hierarchisch unter dem Archimandriten., Vorsteher, gewählt, vielen Fürsten Rat und vielen Gläubigen Trost gegeben hat. Schon Anfang des 15. Jahrhundert malte der Mönch André Rubljow dort für das Kloster seine berühmte Dreifaltigkeitsikone, nach der biblischen Szene des Besuches der drei Männer bei Abraham in Mamre (1. Mos 18, 1 - 2).

10. † am Sonntag, dem 25. September 1569, wurde auf den Bergrücken Alpujarras bei Granada von Moslems umgebracht, der selige Priester und Märtyrer Marco Criado aus dem Orden der Trinitarier zum Freikauf der Gefangenen.

11. † am Freitag, dem 25. September 1936, wurden in Carrión de Calatrava bei Ciudad Real, für Christus den König ermordet
• der selige Priester und Märtyrer Juan Pedro de San Antonio, José Maria Bengoa Aranguren, 46 J., Mitglied des Passionistenordens, der in Mexiko die Verfolgung durchlitten und überlebt hatte
• der selige Bruder und Märtyrer Pablo-Maria de San José, Pedro Leoz y Portillo, 54 J., Mitglied des Passionistenordens,
Siehe 23. Juli, 8/19 - 20
• der selige Bruder und Märtyrer Jesús Hita Miranda, 36 J., von der Gesellschaft Mariens, Marist.
Siehe 18. September/12: drei Maristen-Märtyrer

Straßburg: Eugenia, Äbtissin von Hohenburg-Odilienberg (26. September um 735) und Attala, Äbtissin von St. Stephan in Straßburg (3. Dezember 741) Nichten der hl. Odilia (13. Dezember um 720/7)
Regionalkalender: Gedenktag; Hochfest in der Schweiz: Niklaus von Flüe, Einsiedler, 21. März 1487/8


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Wikipedia: Artikel über Martyrologium Romanum - Flori-Legium: 25. September

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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 13.08.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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