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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

5. September

1. † an einem 5. September, im 1. Jahrhundert, wurden in Porto Romano, im Hafen von Rom, beigesetzt, die heiligen Märtyrer Acontus, Nonnus, Herculanus und Taurinus. Der ChronographAls Chronograph (wörtlich „Zeitschreiber”, von altgriechisch χρόνος „Zeit” und γράφειν „schreiben”) wird - erstmals durch den Historiker Theodor Mommsen - der römische Schreiber Furius Dionysius Filocalus bezeichnet, der 354 im Auftrag des christlichen Aristokraten Valentinus die Stadtgeschichte Roms verfasste. Darin waren erstmals im Westen ganzseitige Buchmalereien und erstmals wurde die Geburt Jesu auf den 25. Dezember datiert. 354 (17. August/3) nennt sie schon, sie müssen damals recht bekannt gewesen sein.

2. † an einem 5. September, zur Zeit einer Christenverfolgung, wurde in Capua, in der Campagna, zum Blutzeugen, der heilige Märtyrer Quintus.

3. † am Donnerstag, dem 5. September 379, wurden in Nikomedien in Bithynien, Izmit, zu Blutzeugen, die heiligen Märtyrer Urban, Theodor, Menedemus und ihre Gefährten, sowohl KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. als auch Laien, die vom Kaiser Valens, um des Glaubens an Christus willen, auf ein Schiff verbracht, auf dem Meer, seinem Befehl entsprechend, verbrannt worden sind.

4. † am Donnerstag, dem 5. September 709, entschlief in der Gegend um Thérouanne im alten Flandern, der heilige Berthinus, Saint Bertin, Abt von Sithiu, der zuerst Mönch in Luxeuil gewesen, dann, auf Aufforderung des heiligen Omer, Audomar (1. November 670/13) des Bischofs von Thérouanne, mit diesem und dem heiligen Mommolinus (16. Oktober, um 686/8) die beiden Abteien Sithiu und Saint-Mommolinus gegründet hat; über beide wurde Mommolinus, auf Weisung des heiligen Omer, Abt; nachdem aber Mommolinus Bischof von Noyon geworden war, übernahm Bertin als Abt die Abtei Sithiu. Dieses Kloster hatte eine Besonderheit: in ihm durften nur Mönche übernachten, nicht einmal ein Bischof, es sei denn er wäre Mönch. Berthinus baute in der Gegend mehrere Klöster, auch eine große Kirche nahe Sithiu, die später zur Kathedrale geworden ist, in der um sie gewachsenen großen Stadt und Diözese, Saint-Omer, die nach dem großen Christianisierer des ganzen Gebietes zwischen dem Pas de Calais am Ärmelkanal und Flandern, benannt worden ist. Bertin ist in seiner Abtei Sithiu gestorben und dort auch beigesetzt worden, diese ist nach seinem Tod mit dem Namen Saint-Bertin benannt worden.

5. † am Mittwoch, dem 5. September 1095, entschlief in Pontida bei Bergamo, Tortona in Ligurien, der heilige Alpert, Albert, der als Gründer und erster Abt der Abtei Butrio, San-Butrio bei Pavia gilt.

6. † an einem 5. September im 12. Jahrhundert entschlief in Dalmatien, der selige Abt Joannes Bonus, Giovanni Bono di Siponto, der das Kloster San Michele, Sankt Michael, an der dalmatinischen Küste gebaut hat, im Anblick des Berges Gargano.

7. † am Montag, dem 5. September 1605, wurde in Ripon in England, gehenkt, ausgewaidet und gevierteilt, der selige Märtyrer William Browns, der unter König James I. zum Tode verurteilt worden ist, weil er andere dem katholischen Glaubens zugeführt hat, darum er am Strick aufgehängt und grausam zerstückelt worden ist.
Siehe auch 1. August, 14/3

8. † am Freitag, dem 5. September 1794, erlag seinen Entbehrungen, auf dem schmutzigen Schiff Deux Associés, vor Anker festgemacht im Meer vor Rochefort, der selige Priester und Märtyrer Florent Dumontet de Cradaillac, 45 J., Generalvikar der Diözese Castres, der zur Zeit der Französischen Revolution, wegen seines Priestertum verdammt, in seiner Liebe und seinem Eifer im Beistand für seine Mithäftlinge, Opfer einer Krankheit geworden, sein Martyrium vollendet hat.
Siehe auch 27. August, 16/49

9. † am Mittwoch, dem 5. September 1838, wurden in der Stadt Bac Ninh Tai in Tonkin, enthauptet, die heiligen Märtyrer Phero, Petrus, Nguyen Van Tu, 42 J., Priester aus dem Predigerorden, und Giuse, Joseph, Hoang Luong Canh, 75 J., Arzt und Katechet, aus Hass gegen den Namen Christi.
Siehe auch 24. November, 1/27 - 28

10. † am Freitag, dem 5. September 1997, entschlief in Calcutta, die selige Jungfrau Mutter Teresa, 87 J., geboren in Skopje, Mazedonien, als Agnès Gonxha Bojaxhiu, von albanischen Eltern. Als Jugendliche sehr aktiv im pfarrlichen Leben, angespornt durch die Jesuiten, die, mit besonderer Pflege der Herz-Jesu-Verehrung, die Pfarre leiteten. Sie reiste 1928 nach Irland, um in Rathfarm bei Dublin bei den Loreto-Schwestern einzutreten; sie erhielt den Namen Maria Teresa nach der Kleinen Thérèse von Lisieux (30. September 1897/13). Am 6. Januar 1929 kam sie als Missionarin in Calcutta an. Ihr Noviziat absolvierte sie in Darjeeling; ihr Profess legte sie ab am 24. Mai 1937; von da an wurde sie als Mother Teresa, Mutter Theresa angesprochen. Sie unterrichtete in Calcutta an der Saint Mary’s Bengali Medium School und wurde 1944 deren Direktorin. Am 10. September 1946, unterwegs mit der Eisenbahn von Calcutta nach Darjeeling, erhielt sie ihre Berufung, the call within a call: sie deutete die Worte Jesu am Kreuz damit die Schrift sich erfülle: Mich dürstet (Joh 19, 28; vgl. Ps 22, 16; 69, 22): Mich dürstet nach Liebe, nach den Seelen. Sie begann Schwestern, Brüder, Priester, Ordensleute, Männer und Frauen um sich zu sammeln, die sich diese Herz-Jesu-Frömmigkeit zu eigen machten und sie in die Tat umzusetzen bereit waren. Am 7. Oktober 1950 wurde im Erzbistum Calcutta ihre Gemeinschaft Missionaries of Charity anerkannt, 1965 von Papst Paul VI. für die Weltkirche approbiert und zur Gemeinschaft päpstlichen Rechtes erhoben. 1963 begann sie mit den Brothers Missionaries of Charity, 1976 kam ein kontemplativer Zweig hinzu, die Sisters Missionaries of Charity contemplatives, 1979 die Brothers Missionaries contemplatifs, 1984 die Fathers Missionaries of Charity. Dazu kamen die Co-Workers Laypeople of Mother Teresa und die Co-Workers, die ihre Krankheiten und ihre Leiden gemeinsam aufopfern. Sie verbreiteten sich schnell über fast alle Länder der Erde, ab 1979 sogar in den kommunistischen Ländern, so 1980 eine Niederlassung in Ost-Berlin, vor allem der Zweig der Schwestern. 1979 erhielt Mutter Teresa in Oslo den Friedens-Nobelpreis. 1981 gründete Mutter Theresa ein eigenes Werk für Priester, Corpus Christi, um den kleinen Weg zur Heiligkeit aufzuzeigen. Sie sagt von sich: Durch mein Blut bin ich Albanerin, der Nationalität nach Inderin, durch meinen Glauben bin ich katholische Ordensfrau, was meine Berufung angeht, gehöre ich der Welt, was mein Herz angeht, gehöre ich ganz dem Herzen Jesu. Kurz vor ihrem Tod besuchte Mutter Teresa zum letzten mal in Rom den Papst Johannes-Paul II.. Nach ihrem Sterben wurde ihr Leichnam in der nahen Sankt-Thomas-Kirche aufgebahrt. Ihre Beerdigungsfeier wurde als Staatsbegräbnis von Indiens Regierung mitgestaltet. Begraben wurde sie in Calcutta in der Kapelle des Mutterhauses. Sie wurde am 19. Oktober 2003 seliggesprochen.

Aachen: Maria von den Aposteln, Theresia Wüllenweber: 25. Dezember 1907/9


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 12.08.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.