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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

7. März

1. † am Montag, dem 7. März 203, wurden in Karthago zu Blutzeugen und empfingen so die Bluttaufe, die heiligen Märtyrinnen Perpetua und Felicitas, die, unter Kaiser Septimius Severus, mit anderen jungen Katechumenen, Taufschülern, bei Karthago festgenommen waren und schon mehrere Monate im Gefängnis unter sehr harten Bedingungen lebten; Perpetua war eine Herrin, eine etwa 22 Jähe alte Mutter mit ihrem im Gefängnis geborenen Säugling an der Brust, Felicitas war ihre Dienerin, jung verheiratet, die ein Kind erwartete und hätte nach den gesetzlichen Bestimmungen verschont werden müssen bis nach ihrem Gebären, aber trotz ihrer Geburtswehen freute sie sich den wilden Tieren vorgeworfen zu werden. Vom Kerker ins Amphitheater hinüber schritten sie mit frohem Antlitz, als wären sie in der Prozession in den Himmel. Sie wurden von den wilden Tieren zerrissen. Die passio enthält acht (von 21) Kapitel von Perpetuas eigener Hand, im Gefängnis geschrieben. Sie gehören zu den berühmtesten Märtyrern im Altertum. Im ambrosianischen und im römischen Mess-Kanon werden sie mit Namen genannt. Der ChronographAls Chronograph (wörtlich „Zeitschreiber”, von altgriechisch χρόνος „Zeit” und γράφειν „schreiben”) wird - erstmals durch den Historiker Theodor Mommsen - der römische Schreiber Furius Dionysius Filocalus bezeichnet, der 354 im Auftrag des christlichen Aristokraten Valentinus die Stadtgeschichte Roms verfasste. Darin waren erstmals im Westen ganzseitige Buchmalereien und erstmals wurde die Geburt Jesu auf den 25. Dezember datiert. 354 nennt sie zum 7. März, obwohl sie in Afrika ihr Martyrium erlitten haben (siehe 17. August/3).

2. † am selben Montag in Karthago, legten in derselben Verfolgung ihr Blutzeugnis ab und empfingen so die Bluttaufe, die Leidensgefährten der heiligen Perpetua und Felicitas, die heiligen Märtyrer Satyr, Saturninus, Revocatus und Secundinus; der Letztere ging im Kerker zugrunde, die anderen wurden von verschiedenartigen wilden Tieren gequält und sind schließlich, einander umarmend und mit dem Abschiedskuss grüßend, mit dem Schwert erdrosselt.

3. † am Montag, dem 7. März 309, wurde in Caesarea am Meer in Palästina umgebracht, der heilige Märtyrer Eubulios, zwei Tage nach seinem Gefährten Hadrian (5. März 309/5); er wurde von den Löwen nur verletzt, aber ermordet wurde er durch das Schwert.

4. † in der Verfolgung anfangs des 4. Jahrhundert wurden im Chersones in Thrakien, Gallipoli, zu Blutzeugen, die heiligen Bischöfe und Märtyrer Basileios, Eugenios, Agathodoros, Elpidios, Aetherios, Kapiton und Ephraem.

5. † im 4. Jahrhundert entschlief in der thebäischen Wüste in Ägypten der heilige Eremit Paulus Simplex, der Einfältige, ein Schüler des heiligen Mönchvaters Antonios (17. Januar 356/1).

6. † am Mittwoch, dem 7. März 445, entschlief in Brescia, der heilige Bischof Gaudiosus, Bischof von Brescia.

7. † am Mittwoch, dem 7. März 843, entschlief in der großen Benediktinerabtei Aniane im Languedoc, der heilige Priestermönch Ardo, Ardon Smaragdus, der Mönch wurde in der Gründerzeit unter dem Gründerabt, dem heiligen Benedikt von Aniane (12. Februar 821 / 3); er begleitete diesen auf seinen Reisen und wurde sein Nachfolger als Abt, als dieser 814 in die für ihn vom Kaiser Ludwig dem Frommen gegründete Abtei Inden bei Aachen, Kornelimünster, als erster Abt dieses Musterklosters des Reiches, schola monachorum, ging. Er verfasste die Lebensbeschreibung von Benedikt von Aniane.

8. † am Freitag, dem 7. März 850, entschlief in Brussa in Bithynien, der heilige Bischof Paulus, der, weil er die Verehrung der heiligen Ikonen verteidigt hat, aus dem Vaterland vertrieben, als Verbannter entschlafen ist.

9. † am Mittwoch, dem 7. März 1274, entschlief im Zisterzienser-Kloster Fossanuova im Lazio, der heilige Thomas von Aquin, dessen Gedenktag am 28. Januar/1 gefeiert wird.

10. † am Freitag, dem 7. März 1544, wurden in London-Tyburn die letzten Blutzeugen unter Henry VIII. gehenkt, ausgewaidet und gevierteilt,
• der selige Priester und Märtyrer John Larke, ein Freund des heiligen Thomas More (6. Juli 1535/6), der zusammen mit diesem kurz verhaftet und bald wieder freigelassen worden ist, seliggesprochen 1886,
• der selige Priester und Märtyrer John Ireland, der Sekretär des heiligen Thomas More und der chaplain in Thomas’s More's Heimatpfarrei war, seliggesprochen 1929, und
• der selige Märtyrer German Gardiner, war Sekretär seines berühmten Onkels Stephan Gardiner, des Bischofs von Winchester; zum Unterschied von seinem Onkel - der den Suprematseid ablegte, aber sonst treu katholisch blieb und unter der Königin Mary sein Bistum Winchester, das ihm von Henry VIII. gegeben aber auch wieder entzogen worden war, zurückerhielt und 1555 in London starb - lehnte er den Suprematseid abzulegen ab; seliggesprochen 1886,
weil sie dem Bischof von Rom, dem Papst, die Treue gehalten haben. Zur Märtyrergruppe gehörten ursprünglich noch zwei weitere Verurteilte, der Laie Thomas Haywood, der vom Hinrichtungskarren aus dem katholischen Glauben abschwor und der daraufhin freigelassen wurde, und der Priester Robert Singleton, der mit den drei Seligen hingerichtet, aber bisher nicht seliggesprochen wurde.
Siehe auch 19. Juni, 9/31 - 33

11. † am Freitag, dem 7. März 1770, entschlief in Florenz, die heilige Jungfrau Teresia Margareta, Anna Maria Redi, 23 J., die in den Orden der Unbeschuhten Karmeliterinnen im Kloster Santa Teresa in Florenz eintrat, den Weg zur Vollkommenheit ging und durch einen frühen Tod dahingerafft wurde. Papst Pius XI. hat sie 1934 heiliggesprochen.

12. † am Mittwoch, dem 7. März 1866, wurde am Kleinen Stadttor von Seoul in Korea, zugrundegerichtet, der heilige Märtyrer Yohan, Joannes Baptist Nam Chong-sam, 49 J.
Siehe auch 20. September, 1/81

13. † am selben Mittwoch wurde in Sai-Nam-Hte bei Seoul enthauptet,
• der heilige Bischof und Märtyrer Siméon François Berneux, 52 J., Apostolischer Vikar von Korea, von der Société des Missions Etrangères de Paris
• der heilige Priester und Märtyrer Simon-Marie-Juste Ranfer de Bretinières, 28 J., Priester der Missions Etrangères
• der heilige Priester und Märtyrer Bernard-Louis Beaulieu, 26 J., Priester der Missions Etrangères
• der heilige Priester und Märtyrer Pierre-Henri Dorie, 27 J., Priester er Missions Etrangères,
die vor den Verfolgern offen bekannten, sie seien nach Korea gekommen, um den Menschen das Heil in Christus zu bringen.
Siehe auch 20. September, 1/82 - 85

14. † am Donnerstag, dem 7. März 1935, wurde im Lager Vyatka in Kirow in Russland zum Blutzeugen, der heilige Bischof und Märtyrer Leonid Fedorow, 55 J., gebürtig aus russisch-orthodoxer Familie in Sankt Petersburg, der 23-jährig sein Theologiestudium abbrach, nach Rom ging und dort zur katholischen Kirche konvertierte. Er studierte am Orientalischen Institut. Die Priesterweihe empfing er 1911 in Bosnien, wurde Studitenmönch und kehrte 1914 nach Sankt Petersburg zurück. 1914 wurde er von der zaristischen Regierung nach Tobolsk in Sibirien verbannt, 1916 freigelassen. 1917 wurde er von seiner SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. zum ersten Apostolischen Exarchen für die katholischen Russen vom byzantinischen Ritus gewählt und 1921 von Papst Benedikt XV. bestätigt. 1923 wurde er von den Kommunisten verhaftet und zu zehn Jahren Lagerhaft verurteilt. Entgegen dem religionsfeindlichen Regime ist er ein wahrer Jünger Jesu Christi geblieben, bis in den Tod. Am 27. Juni 2001 hat Papst Johannes-Paul II. ihn in Lemberg, mit 27 Gefährten, seliggesprochen.
Siehe auch 2. April 15/2

Straßburg: Fridolin: 6. März/6


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln





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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 13.03.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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