Anthusa von Konstantinopel
auch: die Jüngere
Gedenktag katholisch: 18. April
Gedenktag orthodox: 12. April
Name bedeutet: die Blühende (griech.)
Anthusa war eine Tochter des als ikonenfeindlich bekannt gewordenen Kaisers
Konstantin V. Kopronymos
1. Weil die Schwangerschaft
seiner Frau Irene schwierig war, rief der Kaiser die Äbtissin Anthousa von Mantinea
ans Krankenbett und dieser gelang, dass die Entbindung der Zwillinge Leo - später als Leo IV. Nachfolger seines Vaters - und
Anthusa gelang, auch wenn Irene bald darauf starb. Aus Dankbarkeit bekam die Tochter den Namen der Helferin. Anthusa schlug
ihr angebotene Hochzeiten aus und trug unter ihren teueren, dem Kaiserhof angemessenen Kleidern ein Bußhemd. Dann trat sie
als Nonne ins - heute spurlos abgegangene - damalige Euthymia-Kloster in
Konstantinopel ein und gründete in der Stadt später
ihre eigene Klostergemeinschaft mit außerordentlich strenger Ordensregel, das - ebenfalls spurlos abgegangene - Omonia- /
Eumeneia-Kloster. Dort verrichtete sie härteste körperliche Arbeiten. Während der gemeinsamen Mahlzeiten saß sie nie am
Tisch, sondern bediente die anderen Nonnen. Das Kloster zeichnete sich aus durch eine umfassende Armen- und Pilgerfürsorge
und die Gründung des ersten Waisenhauses in der christlichen Welt.
1 ▲ Kaiser Konstantin V.
setzte die ikonenfeindliche Politik seines Vaters Leo III. fort. Die moderne Forschung
hält das allein aus christlichen Quellen stammende Urteil - aus denen auch sein Beiname Kopronymos
, der
Mistnamige
, stammt - für in seiner Schärfe nicht zutreffend; es habe ihm mehr an der außenpolitischen Sicherung des
Reiches gelegen, als an einer vollständigen Durchsetzung der ikonenfeindliche Religionspolitik.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 13.07.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph
Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858
• https://en.wikipedia.org/wiki/Anthusa_of_Constantinople - abgerufen am 12.07.2026
• https://www.oca.org/saints/lives/1949/04/12/101067-venerable-anthusa-of-constantinople - abgerufen am 12.07.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
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https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.