Bertin
Gedenktag katholisch: 5. September
mit anderen aus St-Bertin: 26. Oktober
Erhebung der Gebeine: 2. Mai, 2. November, 16. Juli
Auffindung der Gebeine: 16. Juni
in Tournai: Übertragung und Niederlegung der Gebeine 846: 16. Juli
Name bedeutet: der Glänzende (althochdt.)
Bertin bereitete sich schon in jungen Jahren im Kloster Luxeuil - im heutigen Luxeuil-les-Bains - auf die Missionstätigkeit vor. Um 638 zog er mit Mummolenus von Noyon und Bertram von Saint-Quentin in den Norden Frankreichs, um seinem Verwandten, dem Bischof Audomar von Thérouanne, bei der Glaubensverbreitung zu helfen. In der rauhen, sumpfigen Gegend um Calais entstand nach entbehrungsreicher Vorarbeit ein erstes Kloster - an der Stelle der heutigen im heutigen Pfarrkirche im nach Mummolenus benannten Saint-Momelin - mit einer Mischregel von Benediktinern und Kolumban. Bald darauf folgte wegen des großen Zulaufs um 648 ein weiteres Kloster, das damalige Kloster in Sithiu, dessen zweiter Abt als Nachfolger von Mummolenus Bertin 659 wurde.
Bertin zeichnete sich aus durch erfolgreiche Verwaltung. 691 verlieh Chlodwig II. dem Kloster Sithiu die Immunität.
Schon 745 ist Bertins Verehrung als Heiliger belegt. Nach 1100 wurde das Kloster Sithiu nach Bertin in Saint-Bertin umbenannt, der Ort nach Audomar von Thérouanne in Saint-Omer.
Von links: Klostergründer Guillaume Fillastre, Bischof von Tours; Bertins Geburt; Bertin wird in den Benediktinerorden aufgenommen; Bertin kommt als Pilger nach Thérouanne; der Bau des neuen Klosters.
Von links: Bertin trennt Wein von Wasser im gleichen Fass; der Konvent bezieht das Kloster; vier Mönche legen ihr Gelübde ab; Bertin widersteht der Versuchung in Gestalt einer Frau; Bertins Tod.
Im 12. Jahrhundert wurde das Kloster Saint-Bertin dem Verband der Benediktinerklöster von Cluny angegliedert und reformiertDie Reformen von Cluny gingen im 10. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Cluny in Burgund. Ziel war die strenge Beachtung der Benediktinerregel und Vertiefung der Frömmigkeit des einzelnen Mönches sowie eine neue Gewissenhaftigkeit bei der Feier des täglichen Gottesdienstes. Die Klosterwirtschaft sollte selbständig zum Erhalt des Klosters dienen können und die Klöster aus dem Herrschaftsanspruch der weltlichen Herren aber auch der Bischöfe herausgenommen und direkt dem Schutz des Papstes unterstellt werden.. Im Mittelalter stand es in hoher Blüte, seine Kirche war ein herausragendes Bauwerk der Gotik des 14. Jahrhunderts. 1791 wurde das Kloster in der Französischen Revolution aufgelöst und verfiel, die Steine wurden zum Bau des Rathauses verwendet. Heute sind Mauerreste erhalten und der Grundriss der Klosterkirche ist im Boden markiert.
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gegen Knochenbrüche, beim Absturz aus einer Felswand und zur Befreiung von Schmarotzern
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 06.06.2026
Quellen:
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• https://www.newadvent.org/cathen/02522b.htm - abgerufen am 19.07.2023
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl.,
Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_Saint-Bertin_de_Saint-Omer#Liste_des_abb%C3%A9s - abgerufen am 06.06.2026
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Saint-Momelin#Histoire - abgerufen am 06.06.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
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https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.