Sidonius von Saint-Saëns
französisch: Sidoine, Saëns
auch: Saan
Gedenktag katholisch: 15. November
Name bedeutet: der Purpurrote/aus Sidon / Saida (latein.)
Sidonius wurde der Überlieferung nach 664 Schüler bei Philibert in dessen Kloster in Gemeticum - dem heutigen Jumièges - bei Rouen. Er begleitete 674 Bischof Aldowin von Rouen nach Rom und wurde von diesem zwischen 675 und 685 mit der Gründung eines Klosters in einem von König Theuderich III. geschenkten Wald beauftragt, das später nach ihm Saint-Saëns hieß, und dem er als Abt vorstand.
Das 654 durch Philibert gegründete Kloster Notre-Dame in Jumièges wurde 841 von den Wikingern geplündert und niedergebrannt. Ab 930 wurde es von Benediktinern wieder aufgebaut und zu einem der reichsten und mächtigsten Klöster in der Normandie. 1562 überfielen Hugenotten das Kloster, aus dem die Mönche aber schon geflohen waren, die im Jahr darauf zurückkehrten und den Wiederaufbau unternahmen.
1789 zählte das Kloster in Jumièges nur noch 18 Mönche, in der Französischen Revolution musste es sich Ende 1790 auflösen, die Gebäude wurden verkauft. 1852 begann die damalige Besitzerfamile - nicht zuletzt unter dem Einfluss des Schriftstellers und Politikers Victor Hugo, der das Anwesen als schönste Ruine Frankreichs bezeichnet hstte - mit deren Restaurierung. Seit 1947 ist das Gelände in Staatsbesitz und heute Museum.
Sidonius' Kloster in Saint-Saëns wurde um 850 von den Normannen zerstört. Seine Lebensgeschichte ist in zwei auf älteren Viten beruhenden Fassungen aus dem 12. Jahrhundert überliefert.
Patron
gegen Trockenheit
Martyrologium Romanum Flori-Legium
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
Die Ruinen des
Klosters in Jumièges sind täglich von 9.30 Uhr
bis 18.30 Uhr - von Mitte Septmber bis Mitte April mit Mittagspause von 13 Uhr bis 14.30 Uhr - geöffnet, der Eintritt beträgt
7,50 €. (2026)
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 06.07.2026
Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl.,
Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_de_Jumi%C3%A8ges - abgerufen am 28.06.2026
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Saint-Sa%C3%ABns_(Seine-Maritime)#Le_monast%C3%A8re_suppos%C3%A9_originel - abgerufen am 06.07.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.