|
|
Albrecht war Sohn des Markgrafen Friedrich von Brandenburg-Ansbach. 1511
wurde er der letzte Hochmeister des Deutschen
Ordens. Der Reiterkrieg
zwischen ihm und Polen, der den Ordensstaat völlig
verwüstete, endete 1521 mit einem vierjährigen Waffenstillstand. Auf Grund des
inneren Zerfalls des Ritterordens wollte er sein Amt niederlegen, als ihm 1523
bei einem heimlichen Treffen mit Martin
Luther und Philipp
Melanchthon Luther empfahl, den Orden aufzugeben und ein evangelisches
Herzogtum Preußen zu schaffen. Albrecht rief lutherische Prediger wie Johannes
Gramann und Paul Speratus
ins preußische Ordensland, 1523 wurde die erste evangelische Predigt im Dom in
Königsberg - dem heutigen Kaliningrad
- gehalten.
Auch die Bischöfe von Königsberg - dem heutigen Kaliningrad - und Marienwerder - dem heutigen Kwidzyn - befürworteten die Reformation und arbeiteten mit den Lutheranern zusammen. Albrecht bekannte sich ab 1525 offen zur Reformation und wandelte mit dem Vertrag von Krakau - dem heutigen Kraków - den Ordensstaat in ein weltliches Erbherzogtum mit Königsberg als Hauptstadt um, stellte ihn unter polnische Lehensoberhoheit und unterwarf sich dem polnischen König Sigismund I. Albrecht war damit der erste deutsche Fürst, der die Reformation einführte.
1532 verhängte der Reichstag zu Speyer die Reichsacht über Herzog Albrecht, konnte die Reformation aber auch in Preußen nicht mehr aufhalten. 1544 gründete Albrecht die Universität in Königsberg - dem heutigen Kaliningrad.
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
|
Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint. |
||||||||||||||||||||