Gedenktag katholisch: 3. April
Name bedeutet: der ganz Weise (latein. Form von Alwis, althochdt.)
Luigi war der jüngste Sohn des Juweliers Domenico Scrosoppi und seiner Frau
Antonia Lazzarini. Als Luigi 11 oder 12 Jahre alt war, wurde seine Heimat von
einer Trockenperiode mit anschließender Hungersnot, von Typhus- und
Pockenerkrankungen heimgesucht, viele Kinder verloren ihre Eltern. Luigi wurde
wie sein älterer Bruder Priester, 1827 wurde er in der Kathedrale seiner
Heimatstadt ordiniert. Als Leiter der Vereinigung des Herzens von Jesus
Christus
half er seinem Bruder Carlo in einem Waisenhaus. Er schloss
sich dem 3. Orden der Franziskaner
an. Zum Ausbau des Waisenhauses wanderte er durch das Land, um Spender für
Baumaterial und Geld zu finden, am 1836 fertiggestellten Erweiterungsbau half er
selbst tatkräftig mit. Mehrere Frauen, darunter Felicita Calligaris, Rosa
Molinis, Caterina Bros, Cristina und Amalia Borghese sowie Orsola Baldasso,
unterstützen die Arbeit von Carlo und Luigi Scrosoppi; es entstand die
Gemeinschaft der Schwestern der Vorsehung
zur Ausbildung junger Mädchen; diese
wurde 1871 von Papst Pius IX.
anerkannt.
1846 gründete Luigi zusammen mit seinem Bruder Carlo das 1810 - in den für die Kirche schweren Zeiten während der Vereinigung Italiens - verbotene Oratorium des Filippo Neri neu, 1856 wurde er sein Leiter. 1857 eröffnete er ein Heim für taubstumme Mädchen, zunehmend kümmerte er sich um die Ärmsten und Kränkesten in Krankenhäusern. 1866 wurde Udine von italienischen Truppen besetzt, das Oratorium musste wieder schließen; 1872 konnte auch das Taubstummenheim nicht länger gehalten werden, nur die Schwesternkongregation wuchs und breitete ihre Arbeit vor allem in den vom katholischen Österreich beherrschten Gebieten aus; bei Luigis Tod gab es 12 Schwesternhäuser.
Kathedrale
in Udine 
Arbeite, leide und schweige
war das Motto von Luigi, der als treuer Beter
in den Fußstapfen von Filippo
Neri wirkte.
Die Initiative für die Kanonisation von Luigi setzt sich heute besonders für AIDS-Kranke ein; dass Luigis Fürbitte 1986 den Sambischen Aidskranken Peter Changu Shitima geheilt habe, war eines der im Heiligsprechungsverfahren nachzuweisenden Wunder.
Kanonisation:
Die Seligsprechung erfolgte 1981 durch Papst Johannes
Paul II., der Luigi 2001 auch heilig sprach.
Die
Initiative für die Kanonisation von Luigi hat eine sehr schöne und interessante
Webseite über ihren Protagonisten
gestaltet mit einem Lebenslauf - auch in Englisch, Französisch und Spanisch -
und mit vielen Fotos.
|
Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren
Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen
Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
|
||||||||||||||||||||||