Gedenktag katholisch: 27. Januar
nicht gebotener Gedenktag
Name bedeutet: die Engelin (griech. - latein.)
Moretto da Brescia: Angela nach ihrem Tod, 1540, Bild im Speiseraum der Priester
im Rektorat in Desenzano. 
Angela Merici wurde als Kind armer Eltern geboren und christlich erzogen. Im Alter von 17 Jahren musste sie den Tod ihrer Eltern verkraften. Gemeinsam mit ihrer Schwester wurde sie von einem Onkel in Salò am Gardasee erzogen; auch die Schwester starb schon bald. Als junges Mädchen trat Angela dann dem dem Dritten Orden der Franziskaner bei und widmete sich vorrangig der Kindererziehung. Sie erkannte, wie ungebildet die Kinder ihrer Heimat aufwuchsen: Schulen gab es nicht, die Eltern waren unwissend und maßen einer gediegenen Ausbildung kein besonderes Gewicht bei. In ihrem Heimatort konnte sie zunächst einige Freundinnen überreden, zusammen mit ihr eine Art regelmäßige Schule zu organisieren. Ob ihres Erfolges lud man sie 1516 nach Brescia ein, um dort Ähnliches zu versuchen. Mehr und mehr erkannte Angela, wie wichtig für das Wohlergehen der Familien und für eine zivilisierte Gesellschaft eine umfassende Bildung und Erziehung gerade der Frauen ist.
Die nach Angela Merici benannte Straße
zum Dom in Desenzano 
Blick auf den Dom in Salò am Gardasee

In Brescia
lebte Angela weiterhin in strenger Askese. 1525 unternahm sie eine Wallfahrt
nach Palästina, auf der sie die Berufung verspürte, eine Ordensgemeinschaft für
Frauen zu gründen. 1535 rief sie zusammen mit 28 Frauen die Compagnia di Sant' Orsola
,
die Gesellschaft der Heiligen Ursula
ins Leben, benannt nach Ursula
- eine Gemeinschaft von Frauen, die sich zwar ganz dem Dienst am Nächsten
weihten und sich zu einem Leben im Geiste der Evangelischen Räte verpflichteten, aber
nicht in klösterlicher Abgeschiedenheit wohnten. Ohne Gelübde und Klausur lebten sie
in ihren Familien unter den Geboten der Ehelosigkeit, der Armut und des Gehorsams und
waren damit das erste Säkularinstitut der Kirchengeschichte. 1535 bestätigte Papst Paul
III. den Orden; der Bischof von Brescia, Kardinal Franz Cornaro, genehmigte 1536 die
von Angela verfasste Ordensregel; Angela stand ihrem Orden ab 1537 als erste Oberin
vor. Die neue Gemeinschaft fand großen Anklang, die Zahl der Mitglieder wuchs rasch,
bei Angelas Tod war die Gemeinschaft in fast allen wichtigen Städten Norditaliens
vertreten.
Angela verfasste die Ricordi
, Merkschriften
, und das Testamento
, Vermächtnis
, beide
Traktate mit Anleitungen für Ezieherinnen. Glaubenspraxis und Pädagogik der Angela wirkten beispielgebend und machten
sie zur gesuchten Ratgeberin und wichtigen kirchlichen Reformerin in ihrer Zeit.
VideoZur Darstellung des Videos müssen Sie mit dem Internet verbunden sein
über Angela und die Grünung ihres Ordens: Ursula - ein Modell
für Angela und für uns
Wenige Jahre nach Angelas Tod wandelte sich die Gemeinschaft der Ursulinen in eine Klostergemeinschaft um. Bis heute sind die Ursulinen der größte Frauenorden, der sich der Jugenderziehung und dem Unterricht widmet und er ist bedeutsam für die Frauenbildung in der katholischen Kirche.
Kanonisation:
1768 wurde Angela von Papst Clemens XIII. seliggesprochen; 1807 sprach Papst Pius VII. die Ordensstifterin heilig.
Patronin
von Desenzano del Garda
Eine informative
Website in italienischer und englischer Sprache mit der Lebensgeschichte von Angela und einem Video auch in
deutsch betreibt ihre Heimatstadt Desenzano.
|
Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren
Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen
Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
|
||||||||||||||||||||||