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Giotto: Fresko, 1325, in der Bardi-Kapelle der Kirche Santa Croce in Florenz
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Chiara stammte aus der adligen Familie Offreduccio von Assisi. Der Mutter hatte ein Traum vor der Geburt des Kindes gezeigt, dass ein Licht von diesem ausgehen werde, um die christliche Welt zu erleuchten. Entgegen der Vorstellungen ihrer Familie, die eine standesgemäße Heirat erwartete, wurde sie Anhängerin des Franziskus, der sie sehr beeindruckte.
Buchmalerei: Klara wird von Franziskus
als Nonne berufen. Aus einer Antiphonen-Sammlung der Franziskaner,
um 1435 in Bologna
oder der Gegend um Venedig
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Im Alter von 18 Jahren floh Chiara aus ihrem Elternhaus mit Franziskus in die Portiuncula- Kirche unterhalb der Stadt. Franziskus schnitt ihr feierlich die Haare ab, bekleidete sie mit dem groben Bußgewand, sie legte ihm die Gelübde von Armut, Keuschheit und Gehorsam ab. Es gelang ihr, den ihr nachstellenden Familienangehörigen die Unwiderruflichkeit ihrer Entscheidung klarzumachen, indem sie ihnen ihr geschorenes Haupt zeigte; als aber ihre Schwester Agnes ihr auch noch nachfolgte, schreckte die Familie selbst vor Gewalt nicht mehr zurück.
Franziskus gründete
für Chiara, ihre Schwester Agnes
und weitere Gefährtinnen nun den Zweiten Orden der Armen Frauen
als Zweig der
Franziskaner; die Benediktiner
von S. Angelo überließen ihnen das Kirchlein San Damiano, wo Chiara als Äbtissin
der sich rasch vermehrenden klösterlichen Gemeinschaft vorstand. Ihre Schwester
Beatrice folgte ihr schließlich ebenso dorthin wie ihre Mutter.
Giotto: Klara und Franziskus,
Fresko, 1279 - 1300, in der Oberen Basilika in Assisi
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Die schon als Kind kränkliche Chiara war ab 1224 ganz ans Bett gefesselt, von hier aus leitete sie ihren sich in mehreren Klöstern ausbreitenden Orden. Tiefe Frömmigkeit und Geduld in den schweren Leiden wurden ihr nachgesagt, als überaus liebevoll, zart in Wesen und Gesundheit, schildern sie die Legenden, zahlreiche wunderbare Heilungen und Begebenheiten wurden berichtet. Als 1240 und noch einmal 1241 die Assisi belagernden Sarazenen schon die Mauer ihres Klosters erstiegen hatten, ließ sich die schwer erkrankte Chiara vor die Pforte tragen, hielt die Monstranz in ekstatischem Gebet empor und brachte die davon Erschreckten dazu, zu fliehen.
Papst Gregor IX. bat sie um ihr Fürbittengebet in der Stunde seines Todes mit
dem Hinweis: Ich bin sicher, dass du beim höchsten Richter erwirken wirst, was
immer deine Beharrlichkeit in der Hingabe und deine zahllosen Tränen erbitten.
Zwei Tage nach der Bestätigung der Ordensregel durch Papst lnnozenz IV. - er tat
sich schwer, das franziskanische
Ideal vollkommener Armut für ihre Gemeinschaft als Regel zu übernehmen - starb
Chiara.
Giotto: Klara betrauert Franziskus,
Fresko, 1300 in der Oberen Basilika in Assisi
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In der gotischen Kirche Santa Chiara in Assisi,
erbaut 1257 - 1265, befindet sich die Grabstätte mit dem bis heute unverwesten
Leichnam; das in dieser Kirche geweihte Klara-Wasser
helfe Augenkranken. Das
Kloster S. Damiano ist fast unverändert erhalten, im Garten dieses Kloster
schrieb Franziskus seinen berühmten Sonnengesang
.
Der später als Klarissen- oder
Franziskanerinnenorden bezeichnete Orden fand alsbald ungeheuer weite
Verbreitung.
Kanonisation:
Schon 1255 wurde Chiara heilig gesprochen. Durch Papst Pius XII. wurde sie 1958
zur Patronin des Fernsehens aufgrund der an ihr gerühmten (tele-)visionären
Begabung: in der Weihnachtsnacht 1252 war ihr die Gnade zuteil geworden, von
ihrer Zelle aus die Feiern mitzuverfolgen, die in der Kirche stattfanden.
Attribute:
Äbtissinnenstab, Kreuz, Lilie, Regelbuch
Patronin
von Assisi;
der Wäscherinnen, Stickerinnen, Glaser, Glasmaler und Vergolder; der Blinden;
der Telegrafen, Telefone und des Fernsehens; gegen Fieber und Augenleiden
Meister von Heiligenkreuz in Österreich: Der Tod der Heiligen Klara, um
1400/1410, National Gallery of Art in Washington
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Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
Leichnam im Glasschrein in der Krypta der Kirche S. Chiara in Assisi
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