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Anna Maria Giannetti, Tochter eines bankrotten Apothekers, kam 1774 mit ihrer Familie
nach Rom.
Sie arbeitete zunächst in einer Fabrik, dann als Dienstmagd in einem
bürgerlichen Haus. 1789 heiratete sie den Knecht Domenico Taigi, der
der Überlieferung gemaß von rohen, ungepflegten Sitten und von
eigensinnigem Charakter
war; sie wurde Mutter von sieben Kindern,
die sie unter ärmlichsten Bedingungen aufzog.
Ab 1790 führte Anna Maria Taigi ein Leben in Sühne. 25 Jahre lang wurden ihr nun Ekstasen, Visionen und mystische Erlebnisse zuteil, so die Wahrnehmung einer mit der Dornenkrone überzogenen Sonne, auf deren Scheibe sie Gestalten und Ereignisse aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erkannte. Arme und Fürsten, Bischöfe und Päpste suchten ihren Rat. Ihr geistlicher Begleiter war Vinzenz Maria Strambi. 1808 trat sie in den dritten Orden der Trinitarier ein.
Anna Marias unverwester Leichnam ist in einer ihr geweihten Kapelle der Basilika S. Crisogono in Rom beigesetzt.
Kanonisation:
Anna Maria wurde am 30. Mai 1920 von Papst Benedikt XV. seliggesprochen.
Anna Marias unverwester Leichnam in der Basilika S. Crisogono in Rom
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