Ökumenisches Heiligenlexikon

Ildefons von Toledo
auch: Hildefons

Gedenktag katholisch: 23. Januar
     bedacht im spanisch-mozarabischen Hochgebet
     nicht gebotener Gedenktag in Spanien
Name bedeutet: der zum Kampf Bereite (althochdt.)
Erzbischof von Toledo
* um 605 in Toledo in Spanien
† 23. Januar 667 daselbst
Kartenskizze

Ildefons, Sohn vornehmer gotischer Eltern, war Schüler des Isidor von Sevilla, wurde Mönch und später Abt im Kloster Kosmas und Damian im Kloster Agali (Agallia) bei Toledo. Sein Erbe benutzte er zur Errichtung des Frauenkloster Deibiense. Als Abt unterzeichenete er die Akten des 8. und des 9. Konzils von Toledo. Auf Vorschlag von König Rekeswinth wurde Ildefons 657 zum Metropoliten von Toledo gewählt.

Ildefons' besondere Verehrung der Maria brachte er in der Schrift Libellus de perpetua virginitate B. M. V., dem Büchlein über die bleibende Jungfräulichkeit der Gesegneten Jungfrau Maria, zum Ausdruck. Diese Schrift begründete die Marienverehrung in Spanien. De cognitione baptismi, Über das Taufbekennntnis, gibt Anweisungen für Seelsorger zur Taufpraxis. Im Liber de itinere deserti, dem Buch der Wege durch die Wüste, werden asketische Übungen zur Lebenspraxis der Christen vorgeschlagen. De viris illustribus, Über berühmte Männer, beschreibt Leben und Werk von 14 großen Schritstellern; sieben davon waren Erzbischöfe von Toledo.

Patron von Toledo

Catholic Encyclopedia

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Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996


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