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Ökumenisches Heiligenlexikon

Damian

Gedenktag katholisch: 26. September
nicht gebotener Gedenktag
bedacht im Eucharistischen      Die Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. Hochgebet I
und im Ambrosianischen      Die Ambrosianische Liturgie entstand im 8. Jahrhundert unter orientalischem Einfluss, sie wird auf Ambrosius von Mailand zurückgeführt, von dem wohl die meisten Texte auch stammen. Sie wird v. a. in der Kirchenprovinz Mailand und im Bistum Lugano benutzt. Karl Borromäus förderte diese Sonderform, im Mittelalter wurde aus ihr auch die Gleichwertigkeit des Mailänder Erzbistums gegenüber Rom abgeleitet. Hochgebet I
Hochfest in der Stadt Essen
Gedenktag III. Klasse      Im alten Messbuch entspricht die III. Klasse einem gebotenen Gedenktag. Grundsätzlich werden offiziell alle Klassen als „Feste” bezeichnet, da der Rang ja nicht durch das Wort „Fest”, sondern durch die Klasse gekennzeichnet wird.
Die Feste III. Klasse sind außerhalb der geprägten Zeiten (Advent, Weihnachtsoktav, Fastenzeit, Osteroktav) immer zu feiern, wenn sie nicht von einem Fest I. oder II. Klasse verdrängt werden. Innerhalb der geprägten Zeiten können sie in der Regel nur kommemoriert, aber nicht gefeiert werden.
27. September
gebotener Gedenktag im mozarabischen      Der mozarabische Ritus, auch „westgotisch” oder „altspanisch” genannt, ist eine Liturgie in der römisch-katholischen Kirche, die sich im 4./5. Jahrhundert auf der Iberischen Halbinsel entwickelt hat und heute noch an einigen Orten in Spanien praktiziert wird. Der Name entstand nach dem Einfall der Mauren im Jahr 711, als die unter maurischer Herrschaft lebenden Christen – die „Mozaraber” – weiter ihren Glauben ausüben durften und damit auch diese Liturgie feierten. Ritus: 22. Oktober

Gedenktag orthodox: 1. Juli, 17. Oktober, 1. November
Weihetag seiner Kirche im Kloster von Psamathia: 6. Mai
bedacht in der Proskomedie

Gedenktag armenisch: 14. März, 1. Juli, 17. Oktober, 1. November
liturgische Feier am Montag nach dem 5. Adventssonntag

Gedenktag koptisch: 18. November
Weihe der Kirche: 16. Juni, 26. November

Gedenktag syrisch-orthodox: 22. Januar, 6. April, 15. Juni, 16. Juni, 17. Juni, 1. Juli, 7. Juli, 14. August, 12. Oktober, 1. November

Name bedeutet: der Bändiger (griech.)

Arzt, Märtyrer
* in Syrien (?)
† 282/283 (?) in Aigeai in Cilicien, heute Yumurtalık in der Türkei (?)


Die (Zwillings-?) Brüder Damian und Kosmas waren Ärzte, behandelten die Kranken der Überlieferung nach als Ärzte im Sohn-Gottes-Hospital in Pheremma bei Kyrrhos - heute Ruinen bei A'zaz in Syrien - kostenlos und bekehrten dadurch viele zum Christentum. Erzählt wird wie die beiden - von Engeln assistiert - einem schlafenden Kranken das böse zerfressene Bein abnahmen und ihm ein gesundes ansetzten, das Damian einem gerade gestorbenen Mohren abgenommen hatte. Als die Diokletianische Verfolgung sich ausbreitete, ließ der Präfekt Lysias die beiden an Ketten gefesselt ins Meer werfen. Ein Engel rettete sie; ein Feuer, in dem sie vernichtet werden sollten, verbrannte die Umstehenden und ließ sie unverletzt. An Kreuze gebunden, kehrten die auf sie abgeschossenen Pfeile und geschleuderte Steine zu den Schergen zurück und erschlugen diese. Schließlich wurden sie mit den drei Gefährten Anthimus, Leontius und Euprepius enthauptet.

Nach anderer Überlieferung sollen Damian und Kosmas in Rom unentgeltlich als Ärzte gewirkt und auch einen Kaiser geheilt haben und dadurch zahlreiche Heiden für den Glauben gewonnen haben; beide erlitten den Märtyrertod.

In Rom, in Pheremma bei Kyrrhos und in Aigeai in Cilicien - dem heutigen Yumurtalık wurden Grabstätten von Kosmas und Damian verehrt. Von Syrien verbreitete sich die Verehrung Mitte des 5. Jahrhunderts nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - aus,bald darauf auch nach Rom.

Damian und Kosmas wurden in der frühen Kirche fast im ganzen römischen Reich verehrt, in Jerusalem und Rom, in Edessa - dem heutigen Sanlıurfa -, in Aleppo - dem heutigen Halab -, in Cilicien und Konstantinopel; hier allein gibt es vier nach ihnen benannte Kirchen. Papst Felix IV. errichtete um 530 die Kirche SS Cosma e Damiano in Rom, ein Kosmas und Damian gewidmetes Heiligtum, das Santuario San Cosimo alla Macchia, gibt es auch nahe Oria. Im 9. Jahrhundert brachte Bischof Altfried von Hildesheim Reliquien nach Essen.

Attribute: Äskulapstab, Arzneibüchse, medizinische Geräte
Patron von Essen und Florenz; der Ammen, Ärzte, Kranken, Bader, Chirurgen, Zahnärzte, Apotheker, Drogisten, Friseure, Physiker, Krämer und Zuckerbäcker; der medizinischen Fakultäten; gegen Epidemien, Geschwüre, Pest und Pferdekrankheiten
Bauernregeln: St. Kosmas und St. Damian / fängt das Laub zu färben an.
Der Kosmas und der Damian, / die zünden alle Lichter an.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Legenda Aurea: Cosmas und Damianus

Die grossen Krankenheiler

Catholic Encyclopedia

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon




Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 12.11.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• http://www.autobahnkirche.de/dc/hk/FMPro?-db=namenstag.fp5&-format=record%5fdetail.htm &-lay=layout&Name=damian&-recid=33949&-find=
• http://www.bauernregeln.net/september.html
• Eckhard Reichert. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. IV, Herzberg 1992