|
|
Martyrium des Judas Cyriacus, 12. Jahrhundert, im Museum für Katalanische Kunst
in Barcelona
![]()
Legenden - mit oft antjüdischem Einschlag - erzählen, Judas sei Jude gewesen und wegen seines Übertritts zum Christentum ermordet worden; demnach war er es, der Kaiserin Helena den Ort zeigte, an dem das Kreuz Christi vergraben war. Aufgrund der Zeichen, die durch das Kreuz geschahen, habe er sich bekehrt und bei der Taufe den Namen Cyriacus erhalten. Als Nachfolger Makarios I. soll er Bischof von Jerusalem geworden sein und unter Kaiser Julian Apostata das Martyrium erlitten haben.
Weil Judas Cyriacus bei der Kreuzfindung dabei war, ist sein Gedenktag am Tag danach. Eine andere Legende kennt ihn als Bischof von Ancona. Gesicherte biografische Daten fehlen trotz der Überlieferung seiner Legende in Griechisch, Lateinisch und in fast allen orientalischen Sprachen. Das Martyrologium Romanum erwähnte ihn früher am 4. Mai als Besucher in Jerusalem, die griechischen Minäen kennen ihn am 28. Oktober als Bischof von Jerusalem.
Ein Judas ist als christlicher Bischof von Jerusalem für die Zeit um 135 bezeugt.
Leichnam des Cyriacus in der ihm geweihten Kirche in Ancona
Patron
von Ancona
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
|
Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint. |