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Ökumenisches Heiligenlexikon

Kunibert von Köln

Gedenktag katholisch: 12. November
gebotener Gedenktag im Bistum Köln
Diözesankalender Trier

Name bedeutet: der Glanz der Sippe (althochdt.)

Bischof von Köln
* um 590 in der Moselgegend
† um 663 in Köln in Nordrhein-Westfalen

Kartenskizze

Kunibert aus vornehmer Familie, am Hof Theudeberts II. in Metz erzogen, wurde Rat des Königs von Austrasien, Dagobert I. und Erzieher von dessen Sohn Sigibert III., den er dann auch als Regent vertrat, solange dieser noch Kind war. Danach wirkte Kunibert als Archidiakon in Trier. Dabei wurde er durch die von iroschottischen Missionaren geprägte Reichsgesellschaft geprägt. Wohl 623 wurde er Bischof von Köln, das er endgültig in das Merowingerreich einband. Kurz nach seiner Wahl soll ihm eine Taube bei der Messe in der St.-Ursula-Kirche die Grabstätte der Ursula offenbart haben. Er brachte die Diözese zum Blühen, gründete Klöster, half Armen und Kranken. Gegen einzelne Sonderinteressen vertrat er eine kirchliche Ordnung für das gesamte Frankenreich und unterstützte die Mission in Friesland, Sachsen und unter den Brukterern um Soest.

Kunibert ließ - wohl über einem früheren römischen Brunnenheiligtum - die St.-Clemens-Kirche in Köln bauen, die Vorgängerin der ab dem 9. Jahrhundert nach ihm St.-Kunibert benannten Kirche, in der er sein Grab erhielt. Der Überlieferung zufolge starb er als Märtyrer.

Kunibert-Schrein in der St.-Kunibert-Kirche in Köln, 1869

Kunibert-Schrein in der St.-Kunibert-Kirche in Köln, 1869

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Kuniberts Verehrung als Heiliger ist seit dem 9. Jahrhundert in der Diözese Köln und deren Nachbargebieten bezeugt; um 875 entstand seine Lebensgeschichte. 1168 wurden Kuniberts Gebeine erhoben, was der Heiligsprechung gleichkommt. Ab 1215 wurde an der Stelle seiner Clemens-Kirche ein Neubau errichtet, die heutige Kirche St.-Kunibert. Kuniberts Reliquien ruhen dort in einem Schrein links des Hauptaltares. Der Brunnen in der Krypta wird inzwischen Kunibertspütz genannt; früher soll sein Wasser Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch zur Fruchtbarkeit geholfen haben. Der Legende zufolge befindet sich am Grund des Brunnens ein Platz, wo dem Kinder spielen und von Maria mit Brei gefüttert werden, bis sie dann geboren werden.

Attribute: Taube

Martyrologium Romanum Flori-Legium

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon



Quellen:
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 6. Herder, Freiburg im Breisgau 1997
• Christoph Machat: St. Kunibert in Köln = Rheinische Kunststätten, Heft 58. 3. Aufl., Köln 2005