Gedenktag katholisch: 17. September
nicht gebotener Gedenktag im dt. Sprachgebiet: 18. September
Hochfest in der Stadt Freiburg i.Br.
Diözesankalender Aachen, Freiburg i.Br., Luxemburg
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Münster: 17. September
in Lüttich: Übertragung der Gebeine: 28. April
in Lüttich: Triumphus de Steplea (1213): 13. Oktober
Gedenktag evangelisch: 18. September
Name bedeutet: der glänzende Landbesitzer (althochdt.)
Kopfreliquar von 1514, im Augustinermuseum in
Freiburg 
Lambert war Sohn wohlhabender Eltern, ein Neffe des Bischofs Theodard von Maastricht, der ihn ausbildete. Nach den Legenden trug er als junger Diakon um den Weihrauch zu entzünden glühende Kohlen im Chorhemd, ohne dass dieses verbrannte, und wachte in eisiger Nacht im Büßerhemd vor dem Kruzifix in der Kirche. Nach Theodards Ermordung wurde er nach 669 von König Childerich II. zum Nachfolger ernannt, lebte aber ab 675 nach der Ermordung des Königs sieben Jahre - durch den fränkischen Hausmeier Ebroin verbannt - im Kloster Stablo - dem heutigen Stavelot. Unter Pippin dem Mittleren kehrte er nach Ebroins Ermordung 682 nach Maastricht zurück und bemühte sich besonders um die Bekehrung der heidnischen Toxandren, der Menschen rund um Tongern. In Auseinandersetzungen um eine Blutrache - oder, nach späterer Überlieferung, weil er Pippin wegen seines Ehebruchs mit der Schwägerin Alpais, der Mutter von Karl Martell, getadelt hatte - wurde Lambert von Pippins Hausmeier Dodo in seinem Haus ermordet.
Da Lambert sich nicht gegen seinen Mörder zur Wehr setzte, galt er schon bald als Märtyrer. Lamberts Gebeine wurden erst in Maastricht, ab 715 in Lüttich verehrt, wo ihm eine Basilika geweiht wurde; Lamberts Nachfolger Hubertus verband die Überführung der Gebeine mit der Verlegung des Bischofssitzes von Maastricht nach Lüttich. In der französischen Revolution wurden die Reliquien vernichtet. Eine Kopfreliquie ist seit 1190 in Freiburg im Breisgau.
Lamberts Verehrung fand v.a. im Erzbistum Köln
weite Verbreitung. Im 8. Jahrhundert entstand eine erste Lebensgeschichte, weitere folgten vom 9. bis ins 13. Jahrhundert.
Früher war das Lambertusfest in Münster ein
großes Volksfest; bereits zwei Wochen vor dem Abend des 17. September beginnen noch heute die Kinder,
Lambertus-Pyramiden
zu bauen, diese mit Zweigen, Laternen und Lampions zu schmücken und zu umtanzen und dazu viele
traditionelle Lieder zu singen. Höhe- und Schlusspunkt ist dann der letzte Abend am 17. September. Die meisten
münsterschen Pfarrgemeinden feiern dann dieses Fest.
Attribute:
glühende Kohlen, knieend von Lanze durchbohrt
Patron
von Lüttich,
Freiburg und
Lambrecht in der Pfalz; der Bauern, Chirurgen,
Bandagisten und Zahnärzte; bei Nierenleiden
Bauernregeln:
Auf Lambert hell und klar / folgt ein trocken Jahr.
Ist's an Lambert schön und klar, / kommt ein trockenes Frühjahr.
Trocken wird das Frühjahr sein, / ist St. Lambert hell und rein.
Bringt Lambertus Regen, / folgt ein Herbst mit wenig Segen.
Lamberti nimm Kartoffeln raus, / doch breite ihr Kraut auf dem Felde aus.
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