Ökumenisches Heiligenlexikon

Maurus Xaverius (Florian Johann Friedrich) Herbst

Gedenktag katholisch: 4. April
Name bedeutet: M: der Maure = Afrikaner (Mohr) (latein.)
X: nach Franz Xaver
Abt in Plankstetten
* 14. September 1701 in Pleinfeld in Bayern
† 4. April 1757 in Abenberg in Bayern

Florian Johann Friedrich Herbst, Sohn eines fürstbischöflichen Zollbeamten, trat 1719 dem Benediktinerorden im Kloster Plankstetten bei Berching bei mit dem Ordensnamen Maurus. 1726 wurde er zum Priester geweiht und 1742 Abt seines Klosters. Er vertiefte das geistliche Leben seiner Mönche, war den Armen gegenüber mildtätig und arbeitete auch als Abt unermüdlich in der Seelsorge. Das Mitleiden mit dem gegeißelten Heiland, die Verehrung von Maria als Schmerzhafte Mutter und die Liebe zum Missionsheiligen Franz Xaver prägten seine Frömmigkeit; deshalb nahm er 1750 zusätzlich den Beinamen Xaverius an.

Abt Maurus förderte die Wissenschaft und den polyphonen Kirchengesang; er ließ mehrere Marienstatuen anfertigen, die sich noch heute in der Kirche in Plankstetten befinden, und die Orgel anschaffen. 1745 gründete er die Rosenkranzbruderschaft. Maurus soll er die Gabe der Seelenschau und andere Charismen besessen haben, so wird überliefert, dass er um entfernt sich abspielende Ereignisse wusste, und auch die bevorstehende Säkularisation der Klöster scheint er vorausgesehen zu haben.

Im Kloster Marienburg in Abenberg, wohin er sich zur Vornahme eines Exorzismus bei einer Ordensfrau begeben hatte und wo er zu Beginn der Karwoche als Beichtvater Dienst versah, ereilte ihn der Tod; schon damals stand er im Ruf der Heiligkeit.

Maurus Xaverius wurde in der Kirche in Plankstetten begraben. 1921 wurden die Gebeine erhoben. Sein Grab befindet sich heute zu Füßen der Marienstatue in der Kreuzgangkapelle der Klosterkirche.

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Quellen:
• C.S., Brief vom 23. August 2009
• http://www.bautz.de/bbkl/h/herbst_m_x.shtml
• http://www.kloster-plankstetten.de/html/geschichte_und_kirche.html


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