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Ökumenisches Heiligenlexikon

Alexander I.


Medaillon, um 1848, in der Basilika San Paolo fuori le Mura in Rom
Medaillon, um 1848, in der Basilika San Paolo fuori le Mura in Rom

Alexander gilt als fünfter in der Liste der Päpste nach Petrus, demnach im Amt von 105 bis 115. Er gewann der Überlieferung nach viele Menschen, vor allem aus dem niederen Adel Roms, für das Christentum. Ihm wird die Einführung der Abendmahlsworte in der Messe und des Weihwassers zum Hausgebrauch zugeschrieben.

Ungesichert ist, ob Alexander als Märtyrer starb und tatsächlich unter Kaiser Trajan enthauptet wurde. Nach der Legende waren Alexander und der römische Präfekt Hermes, den er bekehrt und getauft hatte, in getrennten Gefängnissen untergebracht und gefesselt. Während Quirinus den Hermes bewachte, erschien, von einem Engel geführt, Alexander ohne Fesseln, um seinen Freund Hermes zu stärken; Quirinus musste feststellen, dass Alexander zu dieser Zeit sein Gefängnis nicht verlassen hatte. Quirinus bedingte sich als weiteres Zeichen die Heilung seiner Tochter Balbina aus. Diese erfolgte, als er die Ketten fand, an denen Petrus bei seiner Gefangenschaft im Carcere Mamertino in Rom gefesselt war; Balbina übergab sie Alexander, der taufte nun Balbina, Quirinus und sein Haus; auch sie wurden daraufhin enthauptet.

Legenden aus dem 5. Jahrhunderts berichten vom Martyrium Alexanders, der demnach an eine Säule gebunden, dann mit gebrochenen Gliedern und von Schwerthieben zerfleischt enthauptet wurde. Die - auch im Liber PontificalisDer Liber Pontificalis (lateinisch: „Buch der Päpste”) ist das um 530 enstandene Buch mit der Sammlung von Biographien der Päpste von Petrus bis Felix IV. Später gab es weitere Ergänzungen enthaltene - Überlieferung, dass er das Martyrium zusammen mit Eventius und Theodoulos erlitt, beruht auf einer Verwechslung mit deren gleichnamigem Leidensgenossen. Das neue Martyrologium Romanum von 2001/2004 enthält Alexander I. überhaupt nicht mehr als Papst, sondern nur Alexander als einen der drei Märtyrer.

Basilika über den Katakomben des Alexander in Rom
Basilika über den Katakomben des Alexander in Rom

Alexander - tatsächlich der sonst unbekannte Märtyrer und Gefährte von Eventius und Theodoulos - wurde dieser Überlieferung zufolge an der Via Nomentana in den nach ihm benannten Katakomben bestattet. Über den Katakomben wurde schon im 4. Jahrhundert ein kleines Oratorium errichtet, in dem lokale Verehrung stattfand. Dieses wurde wie die Katakomben im 6. Jahrhundert von den Goten zerstört, im 9. Jahrhundert wurden die Gebeine übertragen, die von Alexander - also tatsächlich die des sonst unbekannten Märtyrers - kamen 834 nach Freising. 1854 wurden die Katakomben erforscht, über ihnen wurde dann vom Ortspfarrer eine Basilika errichtet. Heute ist der Komplex ein Jugend-Freizeitheim, die Pfarrkirche gegenüber ist dem Märtyrer Alexander geweiht.

Patron gegen Kropf und Skrofeln

Catholic Encyclopedia

  Schriften von Alexander gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

Die Katakomben des Alexander in Rom sind nicht öffentlich zugänglich, Besuch nur nach Vereinbarung mit der Pontificia Commissione di Archeologia Sacra. (2017)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 06.07.2017

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München, 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Erhard Gorys: Lexikon der Heiligen. dtv, München, 1997
• Otto Wimmer, Hartmann Melzer: Lexikon der Namen und Heiligen, bearb. u. erg. von Josef Gelmi. Tyrolia, Innsbruck, 1988
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• http://www.newadvent.org/cathen/01285c.htm
• Adolf v. Harnack: Die Mission und Ausbreitung des Christentums. J. C. Hinrich, Leipzig, 1924
• Karl Heussi: Kompendium der Kirchengeschichte. Tübingen, 1976
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
• http://romanatura.roma.it/i-parchi/r-n-marcigliana/catacombe-di-s-alessandro/

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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