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Ökumenisches Heiligenlexikon

Alvarus von Zamora

spanischer Name: Álvarez
auch: von Córdoba

Gedenktag katholisch: 19. Februar
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Córdoba und im Dominikanerorden

Name bedeutet: der ganze Wärter (althochdt. - spanisch)

Ordensmann, Priester
* um 1350 in Lissabon in Portugal oder in Córdoba in Spanien (?)
† um 1430 im Kloster Scala Coeli in Castro del Río bei Córdoba in Spanien


ehemaliges Dominikanerkloster in Córdoba
ehemaliges Dominikanerkloster in Córdoba

Alvarus, Sohn des reichen Edelmannes Don Martín und seiner Frau Doña Sancha, trat um 1368 in Córdoba in den Dominikanerorden ein. In Andalusien und Italien wirkte er als reisender Prediger ähnlich seinem Zeitgenossen und Vorbild Vinzenz Ferrer. Als Seelenführer und politischer Ratgeber hatte er großen Einfluss auf die Königin von Kastilien, Katharina von Lancaster, die ab 1406 die Amtsgeschäfte für ihr Kind, König Johannes II. führte; am Hof setzte er Reformen durch; 1412 bis 1417 war er Beichtvater des jugendlichen Johann II. und lebte damals im Kloster San Pablo in Valladolid. Nach einer Pilgerreise ins Heilige Land war er von der Notwendigkeit einer Reform seines Ordens überzeugt; das Genaralkapitel der Dominikaner 1421 unterstützte sein Anliegen.

In Castro del Río nahe Córdoba gründete Alvarus deshalb 1423 den Konvent Scala Coeli, spanisch Escalaceli, Himmelsleiter, und in Sevilla das - heute abgegangene - Kloster Porta Coeli, Himmelstür; beide wurden Zentren der dominikanischen Reformen in Spanien. Aufgrund seiner Erfahrungen bei der Wallfahrt ins Heilige Land rief er zum Kreuzzug auf. Auf seiner Reise ins Heilige Land hatte Alvarus auch die Stätten des Leidens Christi und besonders die Via dolorosa in Jerusalem kennen gelernt. Davon beeindruckt, errichtete er in seinem Konvent Scala Coeli in Castro del Río ein Oratorium mit einer Reihe von Kapellen, die Bilder des Heiligen Landes und aus der Passionsgeschichte zeigten; die Einrichtung war ein Vorläufer der heutigen Kreuzwege. Alvarus gehört damit zu den ersten Förderern der Kreuzwegandacht im Abendland.

Eine Menge von Wundergeschichten werden Alvarus zugeschrieben: So haben Engel beim Bau von Scala Coeli in Castro del Río geholfen, indem sie nachts die Baumaterialien herbei schafften. Als die Speisekammer eines Tages nur noch einen einzigen Kopfsalat zu bieten hatte, lud Alvarus die Brüder zu Tisch, sprach das Dankgebet und sandte den Tischdiener an die Tür, wo ein Fremder gerade mit einem ganzen Eselskarren voller Lebensmittel ankam. Einmal fand er auf der Straße einen Bettler, der im Sterben lag; er wickelte ihn in seinen Mantel und trug ihn nach Scala Coeli; als er den Mantel öffnete, fand er ein Kruzifix, das bis heute im Kloster hängt. Die Glocke in der Kapelle, in der Alvarus' Reliquien liegen, läutet bis heute selbsttätig kurz bevor jemand im Haus stirbt. Mehrfach sollten seine Reliquien nach Córdoba gebracht werden, aber jedes Mal verhinderte ein starker Sturm den Abtransport.

Kanonisation: Alvarus' Verehrung wurde am 22. September 1741 von Papst Benedikt XIV. bestätigt.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 02.09.2015
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:

• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XIV, Herzberg 1998
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993