Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.


 


Ökumenisches Heiligenlexikon

Eberhard I. von Salzburg

auch: von Biburg

Gedenktag katholisch: 22. Juni

Name bedeutet: stark wie ein Eber (althochdt.)

Erzbischof von Salzburg
* um 1089, wahrscheinlich in Niederbayern
† 22. Juni 1164 in Rein bei Graz in Österreich


Münze Eberhard I.', in der Münzsammlung des Museums Salzburg
Münze Eberhard I.', in der Münzsammlung des Museums Salzburg

Eberhard stammte aus dem Geschlecht der bayrischen Freiherrn von Biburg und Hilpoltstein. Er ging in Bamberg zur Domschule, studierte in Paris und wurde anschließend Domkapitular in Bamberg. 1125 trat er ins Benediktinerkloster Prüfening in Regensburg ein. Nachdem auf seine Anregung hin seine Brüder ihre Burg in Biburg in ein Benediktinerkloster umgewandelt hatten, wurde Eberhard 1131 dort Prior und 1138 Abt. Er führte das Kloster im Sinn der Reformen von HirsauDie Reformen von Hirsau gingen im 11./12. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Hirsau im Schwarzwald. Sie nahmen die Reformen von Cluny auf, ohne aber deren Orientierung auf das zentrale Mutterkloster zu übernehmen. Das Ziel der von Abt Wilhelm verfassten „Consuetudines Hirsaugienses” war die strenge Lebensweise der Mönche wie in Cluny im Hinlick auf Tagesablauf und Liturgie sowie die Organisation der Klostergemeinschaft. Die Rechte der Bischöfe und Vögte wurden - entgegen den ursprünglichen Zielen - nicht eingeschränkt. und ClunyDie Reformen von Cluny gingen im 10. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Cluny in Burgund. Ziel war die strenge Beachtung der Benediktinerregel und Vertiefung der Frömmigkeit des einzelnen Mönches sowie eine neue Gewissenhaftigkeit bei der Feier des täglichen Gottesdienstes. Die Klosterwirtschaft sollte selbständig zum Erhalt des Klosters dienen können und die Klöster aus dem Herrschaftsanspruch der weltlichen Herren aber auch der Bischöfe herausgenommen und direkt dem Schutz des Papstes unterstellt werden. und bemühte sich um die von König Konrad III. gewünschte Heiligsprechung von Kaiser Heinrich II..

1147 wurde Eberhard einstimmig zum Erzbischof von Salzburg gewählt. Er war wohltätig und bemühte sich um ein sittlicheres Leben des KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien.. In den Auseinandersetzungen zwischen Stauferund Welfen blieb er neutral, im Investiturstreit zwischen Papst Alexander III. und Kaiser Friedrich Barbarossa stellte er sich eindeutig auf die Seite des Papstes, blieb aber dennoch ein auch vom Kaiser geschätzter Vermittler. Im Greisenalter und schon schwer krank reiste er in die Steiermark und schlichtete einen Streit zwischen dem Markgrafen und einem Schlossherrn; auf dem Heimweg starb er im Kloster der Zisterzienser in Rein - heute Ortsteil von Eisbach bei Graz.

Eberhard wurde im Salzburger Dom beigesetzt. Die kurz nach seinem Tod verfasste Lebensgeschichte, die seine Kanonisation zum Ziel hatte, ist inhaltlich dürftig. 1957 wurde Eberhards Gruft bei Ausgrabungen im Salzburger Dom freigelegt.

Kanonisation: Eberhard wurde schon bald als Heiliger verehrt, obwohl der im 15. Jahrhundert eingeleitete Seligsprechungsprozess nie zu Ende geführt wurde.

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon





USB-Stick Heiligenlexikon als USB-Stick oder als DVD


Seite zum Ausdruck optimiert

Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren / Fehler melden

Suchen bei amazon: Bücher über Eberhard I. von Salzburg

Wikipedia: Artikel über Eberhard I. von Salzburg

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum - Datenschutzerklärung

Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Johannes der Täufer Hand
Josua Stegmann
Theodor Babilon


        Zum Schutz Ihrer Daten: mit 2 Klicks empfehlen!

Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 11.10.2017

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.